Saturday, December 10, 2022
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Hungerstreik in Liberty sorgt nach vier Wochen für erste gesundheitliche Folgen

Hungerstreikende im Camp LibertyNWRI – Der Gesundheitszustand der Hungerstreikenden Dissidenten in Camp Liberty hat sich in vielen Fällen drastisch verschlechtert. Sie fordern seit vier Wochen die Freilassung von sieben Geiseln aus Ashraf. Die iranischen Dissidenten im Camp verweigern seit des Massakers vom 1. September in Ashraf die Nahrung. An diesem Tag wurden 52 Menschen der Volksmojahedin Iran (PMOI/MEK) ermordet und sieben Mojahedin entführt.

Ein Arzt in Camp Liberty sagte, dass viele Streikende mittlerweile acht Kilo Gewicht verloren haben und wegen des sinkenden Blutdrucks sehr schwach sind.

Der Doktor berichtete: „Während der ersten Woche wurden nur einige wegen des Hungerstreiks krank. Doch in der vierten Wochen sind mittlerweile viele von ihnen krank.

„Der durchschnittliche Gewichtsverlust unter ihnen ist sechs bis acht Kilogramm. Viele sind wegen dieses Gewichtsverlustes und des niedrigen Blutdrucks sehr schwach.“

“Zwei von ihnen wurden in den ersten 24 Stunden ohnmächtig. In einem Fall gab es Herzprobleme. Bisher gab es 15 Muskelkrämpfe, 20 Probleme im Magen/Darmbereich und 25 Fälle von schweren Kopfschmerzen und in einigen Fällen Probleme mit der Sehkraft. In sieben Fällen wurde die Sehkraft stärker beeinträchtigt und in 15 Fällen litten die Menschen unter Schlafstörungen.“

„Unter diesen Fällen gab es 10 Personen, die in die Klinik im Camp gebracht werden mußten.“

Die Hungerstreikenden fordern neben der Freilassung der Geiseln eine Verlegung von UN Blauhelmen zum Schutz von Camp Liberty vor weiteren Angriffen und die Rückkehr von 17500 T-Wänden, Schutzhelmen und Schutzwesten.

Zudem fordern sie eine internationale Untersuchungskommision, welche das Massaker in Ashraf untersucht und die Verantwortlichen vor Gericht stellt.

Ähnliche Hungerstreik – Aktionen durch iranische Dissidenten gibt es in London, Berlin, Ottawa, Melbourne und Genf. Auch hier wird die Freilassung der Geiseln aus Ashraf gefordert, welche sich aktuell in einem Gefängnis hinter dem Gebäude des Ministeriums des irakischen Regierungschefs in der grünen Zone von Bagdad befinden.