Monday, November 28, 2022
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Immer mehr Wasserknappheit im Iran

Das iranische Regime ist für viele Umweltkrisen in dem Land verantwortlich. Der Zayandeh Fluss (wörtlich der „Lebensbringer“), der im Westen im Zagros-Gebirge entspringt und im zentralen Gavkhouni Salzsee endet, trocknet allmählich aus. Dieser Zayandeh Fluss hat die ältesten Zivilisationen im Land aufrechterhalten und der Stadt Isfahan Wohlstand gebracht.

Jetzt aber verursachen der Tod und die Zerstörung des Flusses eine Schädigung für eine große Anzahl von Bauern. Das Regime hat die Probleme vernachlässigt und sich nicht damit aufgehalten, für die Menschen nachhaltige Lösungen zu finden.

Auch die Korrumpierung (Bevorzugung partikularer Interssen) hat sich auf den Fluss ausgewirkt. Frühere Führer und Politiker haben Wasser aus dem Fluss in andere Gebiete umgelenkt. Ein Politiker hat Wasser aus dem Fluss in seine Heimatprovinz gelenkt.

Die Wasserknappheit betrifft Menschen im ganzen Land und hat ein kritisches Ausmaß angenommen. Der derzeitige Präsident Hassan Rohani, der jetzt in seiner zweiten Amtsperiode steht, hat es nicht geschafft, die Probleme zu beheben. Es müssen Anlagen zur Wiederaufbereitung des Wassers angelegt werden. Es müssen Systeme der Wasserbewirtschaftung aufgebaut werden. Es müssen Kampagnen zur Verringerung des Wasserverbrauchs in der Bevölkerung durchgeführt werden.

Statt etwas zur Verbesserung der Situation zu unternehmen, hat seine Regierung Protestierer verhaftet und ins Gefängnis geworfen, wenn sie es wagen, ihre Besorgnisse laut werden zu lassen.

Gewiss ist die Korrumpierung ist nicht der einzige Grund für die Wasserknappheit – die sich ändernden Wetterverhältnisse bedeuten, dass die Temperaturen steigen und das Ausmaß von Regenfällen sich verringert. Die Menschen protestieren nicht gegen das Wetter und gegen Umweltaspekte, die außer Kontrolle geraten – sie protestieren dagegen, dass das Regime sich nicht darum kümmert.

Von der iranischen Umweltschutzorganisation wurde 2013 berichtet, dass etwa 85 Prozent des Grundwassers im  Iran verschwunden sind. Das ist ein noch gravierender Tatbestand, wenn man bedenkt, dass die Bevölkerungszahl sich in den vergangenen vier Jahrzehnten verdoppelt hat.

Die Zunahme der Wasserknappheit ist keine neuere und unerwartete Entwicklung. Zu Beginn der Revolution war bekannt, dass die Niederschläge sich in den Folgejahren verringern würden wegen der globalen Erwärmung. Umweltexperten haben daraus kein Geheimnis gemacht und eine Reihe von Plänen vorgeschlagen, um die Verringerung des Grundwassers zu kompensieren.

Jedoch hat das Regime nicht auf die Experten gehört und weiter Dämme gebaut und natürliche Wasserstraßen umgelenkt. Es hat sichergestellt, dass die eigenen Projekte des Regimes mit genug Wasser versorgt wurden, und sich nicht um die Folgen für die Bevölkerung geschert. Dämme haben die Flüsse gestaut und kleinen Städten und Dörfern den Zugang zu Wasser abgeschnitten.

Das Regime steht jetzt vor dem Zusammenbruch, weil die Bevölkerung entschlossen ist, das Regime für seine Korrumpierung und sein Missmanagement zur Verantwortung zu ziehen. Sie will einen Regimewechsel, bevor das Land noch weiter zerstört wird.

Umweltschützer machen weiterhin öffentlich auf die kritische Situation aufmerksam, aber das Regime reagiert wie immer mit Verhaftung und Einsperren im Gefängnis, statt ihren Warnungen Gehör zu schenken.

Das Regime hat sich als vollständig unfähig erwiesen, für das eigene Land und seine Bevölkerung zu sorgen. Stattdessen konzentriert es sich auf den Export von Terrorismus, um die eigenen Ziele zu verfolgen, aber es wird bald nicht einmal mehr dazu imstande sein. Innere Kämpfe zwischen den verschiedenen Fraktionen des Regimes gehen weiter, je mehr sich die Spaltung auftut.