Wednesday, December 7, 2022
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In Kashan und Qum wurden Häftlinge erhängt

Aktenfoto: Öffentliche Erhängung im Iran

NCRI – Am Sonntag morgen wurde im Hauptgefängnis der iranischen Stadt Qum ein Häftling erhängt – ein weiterer im Hauptgefängnis der Stadt Kashan.

 

Der in Kashan Erhängte wurde als Reza Karim Dadeh Zehi, 38 Jahre alt, identifiziert; er war wegen Drogendelikten verhaftet worden.

Inzwischen bestätigte ein iranisches Gericht das Urteil gegen einen Häftling, wonach ihm sein rechtes Auge ausgestochen und sein linkes Ohr abgeschnitten werden soll.

Während der vorigen Woche wurden mindestens 20 Häftlinge im Iran erhängt, darunter öffentlich ein 20 Jahre alter Mann – wegen einer ‚unsittlichen Handlung’, und dies, obwohl die Angehörigen des ermordeten Opfers für Milde plädiert hatten. 

Im Ghezelhesar-Gefängnis der Stadt Karaj wurde nach aus dem Iran stammenden Berichten eine Gruppe von zehn Häftlingen erhängt.

Am Mittwoch wurden zwei Männer namens Ali M und Ali Q wegen ‚Unfugs’ in der nordöstlichen Stadt Mashhad öffentlich erhängt.

Im Gohardasht-Gefängnis der Stadt Karaj wurde eine Gruppe von fünf Häftlingen erhängt. Sie gehörten zu einer Gruppe von neun Männern, die am Dienstag in die dortige Einzelhaft verlegt worden waren. Die vier anderen wurden in ihre Zellen zurückgebracht; ihre Hinrichtung war verschoben worden.

Die im Iran rasch zunehmenden Menschenrechtsverletzungen, darunter der beispiellose Anstieg der Hinrichtungen, die Welle der staatlich organisierten Säureattacken auf Frauen und die anhaltende Unterdrückung religiöser und ethnischer Minderheiten, Blogger, Reporter und politisch Engagierter – all das geschieht, während der öffentliche Unmut gegen das Regime zunimmt, die internationale Gemeinschaft aber angesichts der fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen tatenlos bleibt.