Thursday, February 9, 2023
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Inhaftierte Angehörige von Ashraf Bewohnern unter Druck und Folter

Evin prison entranceNWRI – Das klerikale Regime intensivierte den psychischen Druck auf eine Reihe von politischen Gefangenen, die inhaftiert sind, weil sie Kontakte zu Familienangehörigen in Ashraf City haben oder aber selbst zu Besuch dort waren.

Wie aus einem Bericht über den politischen Gefangenen Majid Rezai (50) hervorgeht, gibt es seit seiner Verhaftung am 31. Dezember 2009 keine Hinweise über seinen Aufenthaltsort. Rezai wurde festgenommen, weil sein Kind und sein Bruder in Ashraf sind. Er wurde in den Block 209 des berüchtigten Evin Gefängnisses in Teheran eingewiesen. Rezai war bereits in den 1980ern aus politischen Gründen inhaftiert. Aufgrund seiner 10jährigen Haftzeit leidet er heute an verschiedenen Krankheiten. Am Mittwoch, dem 10. Feburar, wurden ebenfalls zwei Mitglieder der Nabavi Familie – Mehri Nabavi und Zia Nabai – nach einer Razzia der Staatssicherheit in ihren Wohnungen in Qom und Semnan inhaftiert. Sieben weitere Angehörige der Nabavi Familie wurden bereits vorher festgenommen und in die Gefängnisse in Evin, Gohardasht und Semnan gebracht.

Wie in den oben genanten Fällen gibt es mehrere andere politische Gefangene, die in den Gefängnissen der Mullahs nur deshalb festgehalten und gefoltert werden, wiel sie Familienkontakte zu Ashraf Bewohnern im Irak haben oder selbst dort zu Besuch waren. Die meisten sind jetzt in Einzelhaft, unter erschwerten Bedinungen und physischer sowie psychischer Folter und leiden jetzt an zahlreichen Krankheiten. Sie wurden ebenfalls gefoltert und unter Druck gesetzt, damit sie u den Scheinprozessen der Mullahs erscheinen. Massoumi und Zahra Jabbari protestierten gegen die grausame Folter während eines Schauprozesses am Sonntag, dem 31. Januar. Frau Jabbari, die verhaftet wurde, weil ihre Schwester und ihr Bruder in Ashraf sind, zeigte dem regimetreuen Staatsanwalt, Mogiseyi, ihre Finger, um zu beweisen, dass ihr die Fingernägel herausgerissen worden waren. Der Statsanwalt behauptete daraufhin schamlos: „Du hast Dir selbst die Nägel rausgezogen und nun willst Du dem Experten (Befrager) die Schuld dafür in die Schuhe schieben.“

Der iranische Widerstand appelliert an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, den Sicherheitsrat, die Hohe Kommissarin für Menschenrechte, die Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen und den Spezialberichterstatter für Folter, sowohl wie weitere internationale Menschenrechtsorganisationen, die willkürlichen Festnahmen im Iran zu verurteilen und sofort Maßnahmen auszulösen, um die Freilassung von Häfltingen sicher zu stellen, die unter menschenunwürdigen Umständen leiden.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
23. Februar 2010