Monday, November 28, 2022
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Internationale Konferenz in Paris: Aufforderung an die irakischen Truppen, das Lager Ashraf zu verlassen; Forderung eines Schutzes der Bewohner

Ernsthafte Änderung der Iran-Politik und Verständigung mit dem iranischen Widerstand sind notwendig

NWRI – Auf einer internationalen Konferenz, die am Mittwoch, den 27. 4. in Paris stattfand, verurteilten Abgeordnete und hochrangige Politiker aus Frankreich, den USA und weiteren Ländern Europas, Nobelpreisträger und Menschenrechtsanwälte das am 8. April an den wehrlosen Bewohnern Ashrafs begangene Massaker und forderten die UNO und die USA zu sofortigem Eingreifen mit dem Zweck auf zu bewirken, daß die irakischen Truppen das Lager Ashraf verlassen und der Schutz des Lagers sichergestellt wird.

 

Unter den Rednern der Konferenz waren General James Jones, der Sicherheitsberater Obamas von 2009 bis 2010, Eli Wiesel, Träger des Friedensnobelpreises, General Wesley Clark, früherer NATO-Kommandeur, Patrick Kennedy, von 1991 – 2011 Mitglied des Kongresses, Ingrid Betancourt, Kandidatin für das Amt des kolumbianischen Präsidenten, William Bourdon, Jean-Pierre Spitzer und angesehene Rechtsanwälte.
 

Die Konferenz unterstrich: Das Massaker an den unbewaffneten Bewohnern des iranischen Widerstandes im Lager Ashraf am 8. April, begangen durch von Maliki befehligte Truppen, hatte kein anderes Motiv als die Erfüllung der Forderungen Teherans. Einem Sprecher der UNO zufolge wurden während dieses Massakers 34 Bewohner Ashrafs ermordet und 300 verwundet. (In den folgenden Tagen erhöhte sich die Zahl der Toten auf 35 und die der Verletzten auf 345.)

Die tapfere Erhebung des iranischen Volkes hat – gleichzeitig mit den weiteren Aufständen der Region – die religiöse Diktatur des Iran gezwungen, alle Mittel zur Unterwerfung der Dissidenten anzuwenden, innerhalb des Iran durch Hinrichtungen, im Lager Ashraf durch die irakische Armee und die Regierung Malikis.

Die Konferenz fordert die Vereinten Nationen, die europäischen Regierungen und die Vereinigten Staaten zu einem drastischen Wechsel ihrer Iranpolitik und einer Verständigung mit dem iranischen Widerstand auf.

Dieser Konferenz wurde die Erklärung von 106 Mitgliedern des schwedischen Parlaments vorgelegt, die eine Garantie für den Schutz der Ashraf-Bewohner, eine Anerkennung des gerechten iranischen Widerstandes sowie den Beginn eines Dialogs mit der demokratischen Opposition des „Nationalen Widerstandsrates des Iran“ fordert.

Während einer auf dieser Konferenz gehaltenen Rede forderte Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, die Vereinten Nationen, die Vereinigten Staaten und die Europäische Union zu folgenden Maßnahmen auf:

1. Die UNO und die USA müssen die Verantwortung für den Schutz Ashrafs wieder übernehmen; die bewaffneten Streitkräfte des Iraks müssen das Lager verlassen, und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen muß eine Resolution, den Schutz Ashrafs betreffend, verabschieden;
2. ein Vertreter des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen muß bestellt werden, zum Zweck einer umfassenden, unparteiischen, transparenten und unabhängigen Untersuchung des schweren Verbrechens vom 8. April;
3. die Belagerung Ashrafs muß beendet werden, vor allem die unmenschliche medizinische Blockade, die psychologische Folter der Bewohner Ashrafs, wozu die Ashraf umgebenden Lautsprechern zu entfernen sind;
4. das Terroretikett muß durch das State Department der Vereinigten Staaten von der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI)“ entfernt werden; der Iranische Widerstand, der einen Regierungswechsel im Iran anstrebt, muß offiziell anerkannt werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
27. April 2011