Wednesday, December 7, 2022
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Internationaler Aufruf zum Beenden der inhumanen Blockade von Ashraf

Iraqi police prevents entery of workers and basic needs to Camp AshrafIm vierten Monat der Belagerung von Ashraf blockiert die irakische Polizei den Zugang von Arbeitern, sowie von Grundversorgung, die nach Ashraf geliefert werden

Internationaler Aufruf zum Beenden der inhumanen Blockade

Am Montag, den 8. Juni 2009, hielt die irakische Polizei am vierten Tag in Folge Arbeiter vom Betreten Camp Ashrafs ab. Sie wurden bedroht und nach Hause geschickt. In den letzten fünf Monaten konnten etwa ein Drittel der ca. 750 Arbeiter, die Ende 2008 in Ashraf beschäftigt waren, nach Ashraf gehen, um dort zu arbeiten, nachdem sie verschiedene Kontrollen und Hindernisse haben überwinden müssen. In den letzten Tagen konnte jedoch kein einziger Arbeiter nach Ashraf gehen.

Weiterhin werden Warenlieferungen wie Seife, Zahnpasta, Zahnbürsten, Brillen oder Eismaschinen für das Einfrieren bei 50 Grad Celsius Außentemperatur und sogar Sandalen und Socken, blockiert. Dieser Zustand hält unvermindert an.

Die Bewohner von Ashraf betonten in ihren Briefen an internationale Organisationen und US Beamten, dass das Eintreffen der Polizei in Ashraf, während sowohl irakisches als auch US Militär beobachtend vor Ort ist, nur als unterdrückender Versuch durch das iranische Regime verstanden werden kann. Es gab in den letzten 23 Jahren kein einziges Sicherheitsproblem in Ashraf. Im April durchsuchten bereits Polizeieinheiten des Innenministeriums das Camp Zentimeter für Zentimeter, sogar mit ausgebildeten Spürhunden.

Weiterhin wurden von allen Ashrafbewohnern Fingerabdrücke genommen und es fanden private Interviews durch das irakische Ministerium für Menschenrechte statt. Das Eintreffen der Polizei im Camp ist absolut ungerechtfertigt, besonders, weil ca. 1000 weibliche Mitglieder der Volksmojahedin Iran (PMOI) im Camp leben.

14 Parlamentarische Komitees in Europa und Nordamerika, sowie das Internationale Komitee von Juristen zur Verteidigung von Ashraf (ICJDA) und das Internationale Komitee "auf der Suche nach Gerechtigkeit" (ISJ), welches aus 8.500 Juristen und 2.000 Parlamentariern aus verschiedenen Ländern besteht, haben wiederholt deutlich gemacht, dass das Iranische Regime eine humanitäre Katastrophe in Ashraf anstrebt.

Im letzten April beschrieb der frühere irakische nationale Sicherheitsberater, Muwaffaq al-Ruaie, in einem Fernsehinterview mit dem Al-Forat TV Sender den Strategieplan für die Katastrophe in Ashraf und sagte: “Ausgebildete Sicherheitskräfte werden Camp Ashraf betreten und Kontrollposten errichten, das Gebiet kontrollieren, Inspektionen durchführen und angreifen….” Die irakische Regierung lässt also nur zwei Alternativen für die Bewohner von Ashraf zu; Tod und das Niederknien vor dem religiös faschistischen Regime im Iran. Aber die PMOI hat schon 1988 nach dem Massaker an Tausenden seiner Mitglieder demonstriert, dass die Ashrafbewohner nie vor dem iranischen Regime in die Knie gehen werden.   

Die Parlamentarier und Juristen haben in ihren Briefen an Präsident Obama betont, dass die irakische Regierung nur aufgrund des Drucks des iranischen Regimes, die Bewohner von Ashraf zu unterdrücken, (Bemerkungen von Khamenei am 28. Februar, Ahmadinejad am 19. Mai und Jalili, der Sekretär des obersten nationalen Sicherheitsrates am 21. Mai 2009) handelt. Die einzige Lösung ist unter diesen Umständen eine Beibehaltung des Schutzes von Ashraf durch die amerikanischen Streitkräfte.

Die Rechtsanwälte der Ashrafbewohner haben ihre Klienten angewiesen, in Abwesenheit ihrer Rechtsanwälte und unter dem Belagerungszustand und den Angriffen der Polizei, kein Dokument zu unterzeichnen oder der Aufnahme von Verhandlungen zuzustimmen, bis die irakische Regierung erklärt, dass sie der Resolution des EU Parlamentes vom 24. April über die humanitäre Situation der Ashrafbewohner zustimmt.

Viele Familienangehörige und exiliranische Gemeinden, die weitreichende Unterstützung von politischen Persönlichkeiten und verschiedenen Gruppen aus Australien, Europa, den arabischen Staaten, den USA und Kanada erhalten, halten seit vier Monaten Protestveranstaltungen und Kundgebungen vor den Botschaften des Iraks in acht Ländern ab. Sie fordern die irakische Regierung auf, die Resolution des EU Parlamentes anzuerkennen, die Polizeieinheiten zum Rückzug zu bewegen und die inhumane und unterdrückende Belagerung von Ashraf zu beenden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
9. Juni 2009