Monday, December 5, 2022
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IRAK: Die Banden Malikis setzen Sunniten ab

Dienstag, den 2. Juni 2015, 16. 30 Uhr

Presseerklärung der Europäischen Vereinigung für Freiheit im Irak (EIFA)

(2. Juni 2015) – Unlängst hat das iranische Regime durch seine von dem früheren irakischen Premierminister Nouri al-Maliki angeführten Untergebenen neue Maßnahmen ergriffen, um ISIS zu stärken und das Chaos im Irak zu steigern. Überraschend hat Hadi al-Ameri, der Leiter der terroristischen Badr-Organisation, den sunnitischen Gouverneur der Provinz Diyala,

durch einen seiner Offiziere namens Mothanna al-Tammimi ersetzt, der als einer der an den für die von schiitischen Milizen an den Sunniten verübten Massaker Verantwortlichen bekannt ist.

Diese illegale Handlung hat bei den Streitkräften des Irak eine Welle von Protesten und Verärgerung hervorgerufen. Doch ihm folgte ein vorweg geplanter Anschlag: Asyl al-Nujaifi, der Gouverneur der sunnitischen Provinz Nainawa, wurden von mit der Fraktion al-Malikis verbundenen Abgeordneten abgesetzt. Beobachter glauben, der Grund für die Entlassung von Asyl al-Nujaifi war sein entschiedener Widerstand gegen die Ankunft schiitischer Milizen in der Provinz Nainawa und seine Reise in die Vereinigten Staaten zu dem Zweck, sunnitische Truppen zur Befreiung von Mossul zu bewaffnen. 

Inzwischen hat die Terrorwelle, die die mit dem Iran und Maliki verbundenen Milizen entfachten, durch den Mord an Herrn Abdullah Khalaf al-Jabouri, dem stellvertretenden Direktor der Ingenieursgewerkschaft, der als Sunnit für das Amt des Erdölministers kandidierte, einen neuen Höhepunkt erreicht.

Es liegt am Tage, daß das iranische Regime durch Maliki und Hadi al-Ameri eine Kampagne von Terror und Mord gegen die ihrer Politik opponierenden Personen und Streitkräfte durchführt – parallel mit ihrer militärischen Intervention im Irak. Zweifellos werden diese Unternehmungen ISIS stärken und die gewählte irakische Regierung schwächen. Haider al-Abadi darf sich diesem Druck und den Plänen Malikis und der paramilitärischen Gruppen nicht beugen. Damit würde er sie nur weiter ermutigen und somit ISIS stärken; und Abadi wäre das nächste Ziel. 

Wenn den Vereinigten Staaten wirklich an einer Ausrottung von ISIS gelegen ist, müssen sie auf die sunnitischen Führer sowie auf Vertreter des US-Militärs hören, ihre Verantwortung wahrnehmen und damit aufhören, mit ihrer Luftwaffe den mit dem Iran verbundenen schiitischen Milizen, deren kriminelles Verhalten bekannt und verhaßt ist, in die Hände zu spielen. Sie müssen die Sunniten bewaffnen und den Vormarsch Maliki sowie der bewaffneten Milizen des iranischen Regimes in den sunnitischen Provinzen aufhalten. Jeder Verzug würde nur weiter beitragen zu der desaströsen Situation, deren Zeugen wir sind.

Struan Stevenson

Struan Stevenson ist der Präsident der „Europäischen Vereinigung für einen freien Irak (EIFA)“. Er war vorher Präsident der Delegation des Europäischen Parlaments für die Beziehungen zu Irak – von 2009 bis 2014.