Wednesday, November 30, 2022
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Irak: Politiker werfen Martin Kobler „betrügerische Pläne“ vor

NWRI – Arabische Politiker in der irakischen Provinz Kirkuk verließen eine Zusammenkunft mit dem Gesandten der Vereinten Nationen Martin Kobler aus Protest gegen seine ‚betrügerischen’ Pläne einer Wahl in der Provinz.

Scheich Abd-al-laleh Sami al-Aasi, der Vorsitzende der arabischen Fraktion im Provinzrat von Kirkuk, brandmarkte Kobler als „unverantwortlichen Vertreter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen“ und forderte seine Absetzung.

Scheich Sami al-Aasi sagte am Sonntag in dem Fernsehsender Al-Tagheer: „Ich verließ die Sitzung, weil Kobler nicht unparteiisch ist und der arabischen Gruppe unbedingt Dinge aufnötigen will, darunter eine Wahl, der wir nicht zustimmen.

Ich verließ die Sitzung im Namen der arabischen Fraktion. Ich lehne die Handlungsweise Koblers entschieden ab, denn er ist nicht unparteiisch und nicht verantwortungsvoll. Als Vertreter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen handelt er unverantwortlich.“

Er fügte hinzu: „Er versucht, die arabische Fraktion zu eliminieren; besonders versucht er, Mitglieder des Provinzrates von der Teilnahme an jedwedem Dialog auszuschließen. Wir machen Vorschläge zu vielen Angelegenheiten, doch diese Person ist nicht unparteiisch; wir fordern den Generalsekretär der Vereinten Nationen auf, ihn sofort zu ersetzen.

Ich spreche in dieser Sache im Namen der arabischen Fraktion. Es gibt geheime Abmachungen und dunkle Geschäfte, abgeschlossen in dunklen Räumen. Dies ist verdächtig. Sie erklären ihre Abmachungen den Vertretern von Kirkuk nicht; wir haben dazu keine Meinung.“

Der Fernsehsender Al-Horra berichtete: „Der Vorsitzende der arabischen Gruppe im Provinzrat von Kirkuk verließ gemeinsam mit anderen Mitgliedern die Sitzung mit Martin Kobler und bezeichnete ihn als nicht unparteiisch.“

Seit 2005 hat in dieser Provinz keine Wahl stattgefunden. Es liegt an verschiedenen Auffassungen darüber, wie diese Wahl durchgeführt werden sollte, um den Ansichten der verschiedenen ethnischen Gruppen zu entsprechen.

Kobler sieht sich immer mehr internationalen Stimmen ausgesetzt, die seine Absetzung von dem Posten des Vertreters der Vereinten Nationen im Irak fordern – wegen der Art, wie er Premierminister Nouri al-Maliki unterstützt und dem iranischen Regime schön tut.