
Camp Liberty Nr. 64
Nach dem Regen in Camp Liberty am Dienstag, den 25. Dezember, steht das ganze Lager unter Wasser. Die schwarzen Wasserspeicher sind überfüllt. Es sind Lecks darin. Das Wasser ist verunreinigt. Den Bewohnern drohen Infektionen.
Am Tag nach dem Regen (dem 26. Dezember) versuchten die Bewohner seit dem Morgengrauen, Wasser und Abwasser mit Hilfe der wenigen Pumpen und Speicherwagen aus dem Lager zu leiten. Doch um 9 Uhr unterbanden irakische Soldaten die Fortsetzung dieser Arbeit – ebenso am folgenden Tag, Donnerstag, den 27. Dezember. Zu den Elementen, die diese Arbeit verhinderten, gehört Haidar Azab Mashi, ein Geheimdienstoffizier, der in das Massaker an den Bewohnern Ashrafs verwickelt war.
Die Bewohner haben die Beobachtergruppe der UNAMI und den UNHCR schon oft angerufen. Doch diese haben nichts unternommen.
Obwohl der Regen aufgehört hat, waten die Bewohner bei sehr kaltem Wetter bis zu den Knien im Wasser. Die Frauen-Abteilung ist in besonders schlechtem Zustand; die Frauen können ihre Containern kaum verlassen. Der Anstieg des Wassers, das kalte Wetter und der elende Zustand der Container haben dazu geführt, daß viele von den Bewohnern Camp Libertys erkrankten.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
28. Dezember 2012
