Monday, December 5, 2022
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Irakische Machthaber verstärken die über Camp Liberty verhängte medizinische Blockade

Die in Camp Liberty stationierten irakischen Truppen, die dem irakischen Premierminister unterstehen, verhindern mit verschiedenen Vorwänden den Transport von Patienten ins Krankenhaus. Dazu gehört,

daß sie Krankenwagen nicht ins Lager fahren lassen. Dadurch verstärken sie die über die iranischen Flüchtlinge verhängte medizinische Blockade. 

Am Sonntag, den 8. Juni hinderten die im Lager stationierten irakischen Truppen einen Krankenwagen daran, einen Notfall aufzunehmen; sie wiesen ihn an, nach Bagdad zurück zu fahren. Dabei hatte der in der Lagerklinik arbeitende irakische Arzt verlangt, daß Frau Fatema Nourani, die einen Hirnschlag erlitten  hatte, rasch ins Krankenhaus gebracht werde.

Diese verbrecherische Handlung der irakischen Truppen führte dazu, daß die Patientin, die sich in Lebensgefahr befindet, erst nach einigen Tagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Dadurch wurde das Risiko, dem sie ausgesetzt ist, erhöht, und dadurch wird auch ihre Genesung erschwert werden. 

Außerdem strichen die irakischen Truppen unversehens und im letzten Augenblick zwei Namen von der Liste der Patienten, die in ein Bagdader Krankenhaus gebracht werden sollten, und zwangen sie zur Rückkehr ins Lager.

Ferner verlangten die irakischen Truppen ohne Begründung einen Pfleger, der einen in kritischem Zustand befindlichen Patienten namens Hossein Moradi begleiten sollte, zur Rückkehr. Es handelte sich um einen arabischen Dolmetscher, der zugleich Pfleger dieses Patienten war. 

Die Bewohner beharrten darauf, daß er bleibe, doch die irakischen Agenten verweigerten auch einen Ersatz. Der Krankenwagen verließ das Lager nach einigen Stunden, nachdem die Suche nach einem weiteren Ersatz ergebnislos geblieben war.

Eine weitere repressive Maßnahme: Als einige Patienten am Eingang des Lagers auf ihren Transport nach Bagdad warteten, beleidigte und drangsalierte sie und ihre Begleiter ein Element des Amtes des irakischen Premiers namens Mohammad. Er empfing seine Befehle von dem irakischen Major Ahmed Khozair, der im Lager stationiert ist und an dem früher an den Bewohnern verübten Massaker direkt beteiligt war.

Dieser Agent des Premierministers drohte den Patienten, er werde ihnen für ihren Transport nur einen Krankenwagen zulassen. Dabei waren dafür zu viele Patienten zu transportieren; zwei von ihnen mußten sich wegen ihres Zustandes im Krankenwagen hinlegen. 

Dasselbe Individuum hatte am Tage zuvor gegenüber einem der Bewohner brutale Sprache gebraucht, seine Hand verrenkt und ihm gedroht, er werde ihn erwürgen. 

Schon vor langer Zeit haben die Elemente des irakischen Premierministers die unmenschliche medizinische Blockade und ihre unmenschlichen Maßnahmen gegenüber Camp Liberty verschärft.

Täglich hindern sie ohne vernünftigen Grund Schwestern und Dolmetscher an der Begleitung der Patienten, verzögern die Abfahrt von Krankenwagen und verhindern den Transport von Patienten nach Bagdad.

Die verbrecherische medizinische Blockade und die fehlende Freiheit des Zugangs zu medizinischer Behandlung – dieser Zustand besteht in Ashraf und Camp Liberty seit 5 ½ Jahren; er hat schon 20 Mitglieder der PMOI das Leben gekostet. 

Der iranische Widerstand warnt vor den Folgen der unmenschlichen medizinischen Blockade, die über Camp Liberty verhängt worden ist, ebenso auch des unmenschlichen Betragens der irakischen Truppen gegenüber den Patienten. Er fordert die Vereinten Nationen und die Regierung der USA zu sofortigen Maßnahmen auf, die geeignet sind, die unmenschliche Blockade zu beenden und die für die Repression und psychologische Folter in Camp Liberty Verantwortlichen von dort zu entfernen. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

9. Juni 2014