Monday, January 30, 2023
StartNachrichtenMenschenrechteIran: 11 Personen ins Gefängnis für Scherze über Khomeini im Internet

Iran: 11 Personen ins Gefängnis für Scherze über Khomeini im Internet

NWRI – Elf Personen sehen sich einer Gefängnisstrafe gegenüber,

weil sie ‚Scherze‘ über den Regimegründer Ruhollah Khomeini in sozialen Medien ins Netz gestellt haben.

Der Befehlshaber im Corps der Revolutionsgarden des iranischen Regimes Ismael Mohebipour sagte, die Betreffenden hätten Kommentare in WhatsApp, Viber, Tango und Telegram veröffentlicht, die Khomeini beleidigten.

Mohebipour sagte dazu, die Inhaftierten hätten ihre ‚Missetaten‘ zugegeben, und ergänzte: „Sie wurden Handlanger der Nachrichtendienste“.

„Der Fall dieser Personen wird der Justizbehörde zum formellen Prozess übergeben“.

Die Nachrichten über die Festnahmen kommen einen Tag, nachdem Irans Generalstaatsanwalt Gholam-Hossein Mohseni Ejei dem Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie ein Ultimatum von einem Monat gestellt hat, die Anwendungen WhatsApp, Viber und Tango zu sperren.

Mohseni Ejei meinte, die anstößigen Kommentare, die als Scherze über Khomeini verkleidet seien, hätten in den Medien Viber, Tango und  WhatsApp in den letzten Wochen die Runde gemacht.

Wie das Satellitenfernsehen und Musikvideos in früheren Jahrzehnten betrachtet das iranische Regime jetzt soziale Netze als Bedrohung.  

Dutzende von Online Aktivisten, Benutzer und Blogger wurden eingesperrt, gefoltert und getötet für Kommentare über die herrschenden Diktatoren im Iran. Solche Kommentare waren immer ein gebräuchlicher Weg, abweichende Meinungen zum Ausdruck zu bringen.

Einige der Scherze über Khomeini spiegeln verbreitete kritische Haltungen ihm und der Politik und den hohlen Versprechungen des Regimes gegenüber wieder, darunter das angebliche Angebot von freiem Wasser und freiem Strom. 

Einer der Witze geht so: ‚Khomeini kommt nach Hause und sieht die Rechnungen für Wasser, Strom und Gas auf dem Boden liegen. Er fragt: „Waren die nicht frei?“

Der Witz schließt: „Vergesslichkeit war schon immer eine der Schwächen des Imams“.