Tuesday, December 6, 2022
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Iran: 12 Menschen in drei Tagen hingerichtet – drei von ihnen öffentlich

Das inhumane Mullahregime hat im Zeitraum zwischen dem 35. Februar und 2. März mindestens 12 Gefangene in verschiedenen Städten des Landes hängen lassen. Sechs von ihnen wurden geheim hingerichtet, drei in der Öffentlichkeit. Damit sind in 2014 bereits 150 Menschen hingerichtet worden.

 

Sieben Gefangene wurden am 2. März in den Gefängnissen von Zahedan, Bandar-Abbas und Rasht hingerichtet. Hassan Zolfaghari (23) wurde geheim im Zahedan Gefängnis hingerichtet. Er stammte aus Zabol, einer Ortschaft in der Provinz Sistan und Beluchistan und wurde im Alter von 17 Jahren verhaftet. Er verbrachte sechs Jahre in den mittelalterlichen Gefängnissen der Mullahs, bis er hingerichtet wurde. Am selben Tag gingen ebenfalls vier Gefangene im Bandar-Abbas an den Galgen, die ebenfalls geheim gehängt wurden.

 

Zeitgleich berichteten staatliche Medien über die Hinrichtung von zwei Gefangenen in Rasht. Einer von ihnen war 28 Jahre alt, der andere 30. In den Medien hieß es, dass sie wegen „ungesetzlicher Handlungen“ hingerichtet wurden. Damit wurden allein im Lakan Gefängnis in Rasht laut Medienberichten 10 Menschen gehängt. 

Am 27. Februar wurde Hossein Mohammadi (31) im Zentralgefängnis von Sanandaj gehängt. Am gleichen Tag berichtete das staatliche Fernsehen, dass ein Gefangener in Salmas gehängt wurde.

Am 25. Februar wurden zwei Gefangene in Semnan und drei weitere Insassen, die allesamt 26 Jahre alt waren, öffentlich an verschiedenen Plätzen in der Alborz Provinz hingerichtet. Vertreter der Justiz sagten, dass die Hinrichtungen deshalb öffentlich erfolgten, um „anderen eine Lektion zu erteilen“. Ein Video einer dieser Hinrichtungen und seine grauenvollen Umstände wurde im Internet verbreitet. Es führte zu wütenden Reaktionen über das Vorgehen des Mullahregimes. 

Der iranische Widerstand ruft die internationale Gemeinschaft auf, diese willkürlichen und kollektiven Hinrichtungen zu verurteilen. Sie sind seit dem Amtsantritt von Rohani noch einmal in Intensität und Grausamkeit angestiegen. Er fordert auch die Erstellung eines Dossiers über die weitreichenden und systematischen Menschenrechtsverletzungen durch das Mullahregime, welches vor dem UN Sicherheitsrat debattiert werden muß.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

4.März 2014