Sunday, December 4, 2022
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Iran: 2000 demonstrieren zur Unterstützung der gefährlich kranken inhaftierten Derwische

NCRI – Fast 2000 von den Gonabadi-Derwischen veranstalteten am Sonntag in Teheran eine Demonstration aus Solidarität mit den verhafteten Derwischen,

die sich seit dem 31. August im Hungerstreik befinden. 

Neun inhaftierte iranische Gonabadi-Derwische traten aus Protest gegen die von den Behörden im ganzen Lande betriebene Verfolgung und Drangsalierung der Gonabadi-Derwische in den Hungerstreik und sind nun gefährlich krank. 

„Mostafa Abdi, Reza Entesari, Hamidreza Moradi und Kasra Nouri sowie ihre – ebenfalls verhafteten – Anwälte, Amir Eslami, Farshid Yadollahi, Mostafa Daneshjoo, Afshin Karampour und Omid Behrouzi haben bekannt gegeben, daß sie ihr Testament geschrieben haben und bereit sind zu sterben, wenn die Behörden nicht aufhören, Gonabadi-Derwische und ihre Anwälte zu mißhandeln, zu verfolgen und zu inhaftieren und die Stätten ihres Gottesdienstes zu zerstören“ – so erklärte Amnesty International am 25. September. 

Die meisten von diesen Männern waren im September 2011 festgenommen worden – während einer Welle von Verhaftungen unter den Gonabadi-Derwischen. Alle wurden in verlängerter Einzelhaft gehalten – ohne Kontakt mit ihren Anwälten und Angehörigen, und erhielten nach zwei Jahren und kraß unfairen Prozessen ihr Urteil – Gefängnisstrafen wegen erdichteter Vorwürfe, darunter „Verspottung der öffentlichen Meinung“ und „Störung der öffentlichen Ordnung“. Es sind Gefangene aus Gewissensgründen; sie wurden lediglich wegen der Praktizierung ihres Glaubens und Verteidigung ihrer Menschenrechte mit legitimen Mitteln als Journalisten und Anwälte verhaftet – so heißt es in der Erklärung von „Amnesty International“. 

Archiv-Foto: Demonstration von Gonabadi-Derwischen im Iran