173 Hinrichtungen nach der Präsidentschaftswahl
Allein in den letzten vier Tagen und kurz vor der Teilnahme des neuen Mullahpräsidenten Rohani an der UN Vollversammlung, hat das Regime 23 Gefangene in den Gefängnissen von Zahedan, Yazd, Tonekabon und Gohardasht hängen lassen.
Damit sind nach der Scheinwahl vom 14. Juni 173 Menschen laut Regimemedien oder anderen glaubwürdigen Berichten hingerichtet worden.
Am 21. September wurden neun Gefangene in zwei Gruppen in den Gefängnissen von Zahean und Qazvin gehängt. Die Sunniten Ahmad Issa Zehi, Rashid Soufian, Khaled Reigei, Hamidreza Karimi und Ghaffar Nourzehei wurden in Zahedan gehängt. Um dieses Verbrechen zu vertuschen, hat das klerikale Regime bereits zwei Tage zuvor alle Kommunikationswege zum und von dem Gefängnis sperren lassen. Am selben Tag wurden zudem vier weitere Gefangene in Qazvin hingerichtet.
Am 19. September wurden acht Gefangene, darunter drei Frauen, im Zentralgefängnis von Yazd gehängt. Am selben Tag wurden zwei Gefangene in Tonekabon hingerichtet. Ein Gefangener wurde öffentlich gehängt (Mehr Nachrichtenagentur, gehört zum Geheimdienstministerium – 19. September). Am 18. September wurden zudem mindestens vier Gefangene in Gohardasht gehängt.
Tausende Gefangene, darunter 3000 im Gefängnis von Qezelhessar in Karaj, stehen vor ihrer Hinrichtung. Um die Massenhinrichtungen überhaupt noch bewältigen zu können, hat das Regime Anlagen installieren lassen, mit denen zeitgleich bis zu 24 Gefangene gehängt werden können und jede Woche werden mit ihnen Gefangene hingerichtet.
Die Todesstrafen der vier kurdischen Landsmänner Jamshid Dehghani, seinem jüngeren Bruder Jahangir Dehghani, Hamed Ahmadi und Kamal Molaei wurden vom obersten Gerichtshof der Mullahjustiz bestätigt. Das Todesurteil kann jederzeit vollstreckt werden.
Der Kreislauf von Folter und Hinrichtung ist elementar für das Überleben der religiös faschistoiden Herrscher im Iran. Solange das Regime an der Macht ist, wird dieser ominöse Kreislauf jeden Tag und jede Stunde weitere Todesopfer im iranischen Volk und vor allem unter seiner Jugend produzieren. Unter diesen Bedingungen leiden zahllose iranische Jugendliche, Studenten, Arbeiter und Familienmitglieder der PMOI Mitglieder in Ashraf. Sie sitzen in den Gefängnissen des Regimes, seinen Folterkammern und Sicherheitsverwahrungen.
Die Freilassung von sechzehn Gefangenen, die ihre Haftstrafen fast verbüßt hatten und von denen nur einige unter harten Auflagen frei kamen, ist nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein der Gesamtsituation.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
22. September 2013
