Wednesday, November 30, 2022
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Schockierende Aussagen von Boumedra in Genf: Es ist unmöglich, dass UNAMI und US Botschaft nichts über den Aufenthaltsort der Geiseln wissen

Massaker in Camp Ashraf – Meldung Nr. 59

  • Beim Angriff vom 8. April 2011 versucht die USA die Realitäten zu vertuschen; ich habe damals bei einem Bericht Befehle in der Hinsicht mißachtet
  • Die Nominierung eines Assistenten des Außenministers auf Wunsch des Vorsitzendes des Auswärtigen Ausschusses im Senat wurde angeordnet, um die Freilassung der Geiseln zu erreichen und Camp Liberty zu schützen

In einer schockierenden Aussage im UN Hauptquartier in Genf gab Dr. Tahar Boumedra, Vorsitzender des Menschenrechtsbüros von UNAMI und UNAMI Berater im Fall Ashraf von 2009 – 2012 am 19. September, bekannt: „Ashraf ist ein stark bewachtes Camp und niemand kann in dieses Camp hinein, der nicht aktive Unterstützung von der irakischen Polizei und Armee bekommt…Es gibt in jeder Ecke des Lagers Überwachungstürme….Niemand kann nach Ashraf gehen, ohne gesehen zu werden…Wenn ich nun höre, dass es Zweifel über den letzten Angriff auf Ashraf gibt, dann schockiert mich das….Ich selbst habe eine Untersuchung über den Angriff von 2011 gemacht und habe direkt mit den Verantwortlichen dieses Verbrechens vom April 2011 gesprochen. Sie versuchten zuerst, alle Schuld den Menschen von Ashraf in die Schuhe zu schieben, aber am Ende gaben sie zu, dass sie es waren.“

Er ergänzte: „Nichts, was in Ashraf passiert, ist ein Geheimnis für UNAMI…..Es gibt drei Sicherheitsinstitutionen bei UNAMI. Sie heißen Polad, Milad und DSS und sie stehen im regelmäßigen Austausch mit der irakischen Polizei, der Armee, dem obersten Befehlshaber der irakischen Armee und dem Büro des Ministerpräsidenten. Ich kann all dies bestätigen und ich hoffe, dass die Presse und die UN in diesem Raum daraus ihre Schlüsse ziehen. Ich sage ihnen, dass der Angriff von der irakischen Armee ausgeführt und vom Büro des Regierungschefs unter dem Vorsitz von Falleh Fayaz, dem Nationalen Sicherheitsberater, befehligt wurde.“

Boumedra betonte: „Meine Kollegen in der US Botschaft versuchen ebenfalls, die Realitäten zu vertuschen. Sie sagten mir, ja, wir wissen, dass uns die Situation aus den Händen gleitet und dass die irakische Armee die Situation nicht genau beobachtet. Sie gingen am 10. April nach Ashraf und haben mich nicht darüber informiert, weil es noch kein Abkommen gab, uns gegenseitig zu informieren. Ich ging dann am 13. April nach Ashraf und fand heraus, dass die Amerikaner bereits da waren und sie haben nichts gesagt und blieben still….Der Bericht über das Massaker vom April 2011 wurde nicht regulär nach Genf geschickt, weil ich nicht autorisiert worden war, es über die normalen Kanäle zu verbreiten. Doch ich wußte, wenn ich mich daran halten würde, dann würde dieses Verbrechen vertuscht werden, daher tat ich es entgegen meiner Anweisungen.“

Über den Aufenthaltsort der sieben Geiseln aus Ashraf sagte Boumedra: „Es gibt kein Geheimnis, das UNAMI nicht kennt. Die US Botschaft hat keine Möglichkeiten, heraus zu finden, wo sie sind. Als 2011 bereits 36 Geiseln genommen wurden und von Al-Khalis verschwanden, wusste ich immer, wo sie sind. Sie waren zuerst in der grünen Zone in Bagdad, keine 50 Meter vom UNAMI Hauptquartier entfernt und 50 Meter vom irakischen Präsidentschaftspalast in einem Gebäude, an dem „Hoher Rat der Nationalen Bildung“ stand. Doch in Wirklichkeit war dieses Gebäude ein geheimes Gefängnis. Dort waren sie gefangen. Ich besuchte sie damals in Begleitung eines irakischen Sicherheitsoffiziers. Ich sagte ihnen, dass sie meine Nachbarn sind und dass ich sie jeden Tag besuchen werde. Doch am nächsten Tag waren sie nicht mehr da.“

Am 19. September betonte Senator Robert Menendez , Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im US Senat, bei einer Anhörung von Botschafter Patterson, dass die Nominierung des Assistenten des Außenministers für den Nahen Osten notwendig ist.“ Ich bin irritiert, wie sehr der Irak beim Schutz der MEK in Camp Ashraf und Liberty versagt hat und das 52 Tote und die Entführung von sieben Geiseln zu beklagen sind. Ich halte den Irak immer noch für den Schutz der Menschen in Camp Liberty verantwortlich und ich hoffe, dass unsere Regierung ihnen die selbe Nachricht schickt.“

Senator Menendez fragte Botschafter Petterson:” Stimmen sie mir zu, dass sie alles unternehmen werden, ihnen deutlich zu machen, dass sie die Menschen in Camp Liberty schützen müssen und dass sie die Angreifer in Camp Ashraf zur Rechenschaft ziehen und die Geiseln frei lassen müssen?” Botschafter Petterson sagte: „Ja, das werde ich tun.”

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

21. September 2013