Thursday, February 9, 2023
StartNachrichtenMenschenrechteIran: 74 Hinrichtungen in drei Wochen

Iran: 74 Hinrichtungen in drei Wochen

Willkürliche Massenhinrichtungen in den Gefängnissen Evin, Kermanshah, Bandar Abbas und Ghezelhesar

Die Welle von Hinrichtungen setzt sich in verschiedenen Städten des Iran fort. Ihre Zahl beträgt für den Zeitraum vom 6. bis zum 28. Januar 74.

 

Am Dienstag, den 28. Januar wurde im Morgengrauen ein 44 Jahre alter Häftling öffentlich in Qazvin erhängt. Staatliche Medien haben, um eine Atmosphäre des Schreckens zu erzeugen, Bilder dieses Verbrechens weit verbreitet.

Am 27. Januar  wurden im Qezelhesar-Gefängnis in Karaj sieben Häftlinge kollektiv erhängt. Die Henker brachten einen von ihnen, der vor der Hinrichtung ohnmächtig geworden war, zum Bewußtsein zurück, um ihn dann sofort zu erhängen.

Am Abend des Samstags, des 25. Januar, wurden ein Häftling im Evin-Gefängnis und vier in dem Gefängnis von Sanandaj erhängt. In der Zwischenzeit wurde in Sanandaj noch ein Häftling erhängt.

Am 23. Januar wurden sieben Häftlinge in Kermanshah, am 2. und 3. Januar sieben im Zentralgefängnis von Bandar Abbas, sowie am 20. Januar ein 27jähriger junger Mann mit zwei weiteren Häftlingen im Zentralgefängnis von Zahedan erhängt. In der dritten Woche des Monats wurde die Hinrichtung von drei Häftlingen aus den Dörfern Delfan und Malayer bekannt gegeben. 

Außerdem wurden vom 6. bis zum 15. des Monats 40 Häftlinge erhängt. 

Überall im Lande hat die Repression, besonders die barbarische Todesstrafe, die nur ausgeführt wird, um den Zorn und die Unzufriedenheit des unterdrückten Volkes niederzuhalten, seit Rouhanis Amtszeit weiter im Lande verbreitet. Im Jahre 2013 wurden mehr als 700 Menschen hingerichtet – eine Zahl ohne Beispiel in den letzten zehn Jahren. 

Der iranische Widerstand fordert die internationale Gemeinschaft auf, diese willkürlichen Massenhinrichtungen, ausgeführt vom geistlichen Regime, entschieden zu verurteilen und dessen krasse Menschenrechtsverletzungen vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu bringen. Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft im Angesicht dieser Hinrichtungen – eine Schande für die gegenwärtige Menschheit – kann das verbrecherische Regime nur zur Fortsetzung seiner Verbrechen ermutigen. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

28. Januar 2014