Wednesday, November 30, 2022
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Iran: Aufstände im Gohardasht Gefängnis nach der brutalen Hinrichtung eines Häftlings

 NWRI – Häftlinge des Blocks Nummer Eins im Gohardasht Gefängnis protestierten am Mittwoch, dem 30. Dezember 2009, gegen die Hinrichtung von Ardeshir Keshavarz. Die Unruhen begannen in der Halle Drei des Blockes und breiteten sich schnell über die beiden Etagen des Blockes aus.

Die Henker des Mullahregime hängten Ardeshir Keshavars, einen 35 jährigen Mann nach 6 Jahren Haft um 6:30 Uhr am Mittwochmorgen. Er soll einen Angehörigen der Staatlichen Sicherheitskräfte bei einem Konflikt in Kermanshah ermordet haben. Die Proteste der Insassen brachen aus, als die Nachricht von der Hinrichtung Ardeshir Keshavarz' bekannt gegeben wurde. Sie brachten ihre Abscheu dem Mullahregime und seinen Henkern in diesem Gefängnis gegenüber zum Ausdruck.

Die Gefängniswächter waren anscheinend nicht in der Lage, die Kontrolle zu behalten und forderten nach einer Stunde Verstärkung an. Nachdem die Verstärkung von anderen Gefängnissen wie aus Kachuie, Ghezelhesar und Evin eingtroffen war, erstürmten die Wächter gegen 9:00 Uhr die Gebäude mit den protestierenden Häftlingen. Sie verlegten die protestierenden Gefangenen bei kaltem Wetter ins Freie.

Der Kopf des Rajai-Shahr Gefängnisses, der mithalf die Gefangenen zu unterdrücken, schlug brutal auf einen Wächter ein, weil er vor den Augen der Häftlinge den Befehl verweigert hatte.

Der iranische Widerstand appelliert an Internationale Menschenrechtsorganisationen, vor allem die Hohe Kommissarin für Menschenrecht der UN und die Sonderberichterstatter über willkürliche Hinrichtungen und Folter, die Menschenrechtsverletzungen im Iran zu verurteilen und fordert dringend Maßnahmen, um die harten Bedingungen in den mittelalterlichen Gefängnissen der Mullahs zu untersuchen.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
30. Dezember 2009