Sunday, December 4, 2022
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Iran: Bei Aufständen in Mahabad verletzter Kurdischer Student Akam Talaj gestorben

Am 29. Juni starb der 26 Jahre alte kurdische Student Akam Talaj an den Folgen seiner Verletzung, die er beim Aufstand am 7. Mai in Mahabad erlitten hatte.

Er kam aus Naqadeh und war ein Student der freien Universität in Mahabad. Bei Protesten wurde er gezielt mit 40 Schüssen von Revolutionsgardisten nieder geschossen, deren Patronen man später in seiner Hand und seinem Magen fand. Er litt an inneren Blutungen und kam wegen seines kritischen Zustandes in die Intensivstation des Krankenhauses von Urmia. 

Nach dem Tod des Freiheitskämpfers Talaj lehnten die Henker des Regimes es ab, den Leichnam an seine Familie zu übergeben, aus Angst, dass dies zu neuen Unruhen führt. Die Familie wurde unter starken Druck gesetzt, ihn in der „Shaheedan“ Sektion des Friedhofs zu begraben, der für die Opfer des Regimes reserviert ist, doch seine Familie lehnte entsetzt ab. Am Ende wurde der Leichnam in Mahabad unter starken Sicherheitsvorkehrungen beerdigt. 

In infamer Weise nannte der Geheimdienst des iranischen Regimes Akam Talaj nur einen „Verwundeten der Tumulte vom 7. Mai in Mahabad, der bei einer Versammlung am 7.Mai als Passant von Anti-Revolutionären angeheuerten Kräften nieder geschossen wurde, um die Atmosphäre aufzuheizen.“

Einer Woche nach der Verletzung von Akam Talaj nannten Elemente des Geheimdienstes des iranischen Regimes in der westlichen Azerbaijan Provinz den Vorfall „merkwürdig“ und erklärten, dass „die Kugeln, die ihn verletzten, nicht von Waffen der Sicherheitskräfte stammen.“

Am 7. Mai gingen zahlreiche Bürger in Mahabad auf die Straßen, um gegen den Tod der 26 Jahre alten kurdischen Frau Farinaz Khosravani zu protestieren. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Revolutionsgarden und mindestens 50 Menschen wurden verletzt, als diese das Feuer eröffneten, zudem wurden zahlreiche Personen verhaftet. Am 4. Mai floh Farinaz Khosravani vor der sexuellen Belästigung eines iranischen Geheimdienstagenten und sprang dabei aus dem vierten Stock des Hotels, wo sie arbeitete. Sie starb bei dem Sprung. 

Der iranische Widerstand drückt seine größte Hochachtung gegenüber der Familie dieses Helden und Freiheitskämpfers aus und ruft die Bürger und vor allem seine Jugendlichen und die tapferen kurdischen Landsleute auf, ihre Solidarität mit den Familien der Freiheitskämpfer zu zeigen, auch für diejenigen, die verletzt und inhaftiert wurden. Der Kampf gegen das faschistoide Regime im Iran muß weiter gehen und stärker werden. 

Die Stille der internationalen Gemeinschaft – vor allem durch die USA und die EU – gegenüber den Verbrechen der Mullahs für die Atomgespräche und andere Ausreden, bestärkt die Mullahs in ihren Verbrechen und sie sind nichts anderes als eine Kollaboration mit den religiös faschistoiden Herrschern des Iran.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

4. Juni 2015