Saturday, December 10, 2022
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Iran: Degradierende öffentliche Bestrafungen im Vorfeld der Scheinwahlen

NWRI – Vor den Scheinwahlen im Iran hat das klerikale Regime seine grausamen, inhumanen und degradierenden öffentlichen Bestrafungen verschärft. Männer und Jungen unter 18 Jahren müssen unter anderem mit verbundenen Augen und Händen in Gefängniskleidung durch die Straßen laufen.

 

Die unterdrückenden Staatlichen Sicherheitskräfte (Polizei) in der Nordwestiranischen Stadt Tabriz warfen am Dienstag vier Männer aus ihren Wagen und ließ sie über eine belebte Straße laufen. Sie waren dabei mit Augenbinden versehen und ihre Hände waren gefesselt.   

Im letzten Jahr musste ein Mann in ähnlicher Weise durch die Straßen des Iran ziehen. Man warf ihm vor, „Wasserpfeifen verkauft und zu Hause ein Teehaus betrieben“ zu haben. Während er völlig unter Schock stehend durch die Straßen lief, rief er:“ Ich bin hungrig. Ich habe eine Familie. Gebt mir Arbeit. Wenn ich Arbeit habe, muss ich keine Wasserpfeifen verkaufen.“

Am 10. Februar ließen bereits Polizisten zwei junge Iraner in Sari über die Farhang Straße laufen. Sie verdienten ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Müll und ihnen wurde vorgeworfen, die Schaufensterscheibe eines Ladens eingeschlagen zu haben.

Das klerikale Regime ist in Angst vor dem Ausbruch neuer Unruhen, vor allem durch die iranische Jugend, welche genug von Armut, Arbeitslosigkeit und Unterdrückung hat. Dies hat die unterdrückenden Maßnahmen des Regimes erhöht. Zu ihnen gehört auch das öffentliche Bloßstellen in Straßen, um damit die Angst und den Terror in der Gesellschaft zu erhöhen.

Der iranische Widerstand drückte seine scharfe Ablehnung gegenüber den grausamen, inhumanen und degradierenden Bestrafungen aus, die im Iran ausgeführt werden.

Der iranische Widerstand ruft alle Menschenrechtsorganisationen, vor allem diejenigen, die für die Rechte von Kindern und Jugendlichen kämpfen, Maßnahmen einzuleiten, damit diese grauenvollen Bestrafungen im Iran aufhören.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran

18. Februar 2016