Sunday, December 4, 2022
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Iran: Der schädliche Einfluß der Revolutionsgarden und Quds Force bei Straßenbauprojekten

Halb – Staatliche Unternehmen (vor allem diejenigen, die von der Polizei, Armee und dem Verteidigungsministerium abhängig sind) sind immer mehr an den Straßenbauprojekten im Iran beteiligt.

Am 30. Juni berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ILNA über den negativen Einfluß der Revolutionsgarden und Quds Force bei diesen Projekten.

Laut des Stellvertreters für Straßenbauinvestitionen, Khodayar Khashe, sind fast 300 private Unternehmen am Bau von Straßen beteiligt. 90% von ihnen haben ihre Aufträge verloren, weil es Einmischungen der Revolutionsgarden oder der Quds gab.

Revolutionsgarden gewinnen alle Ausschreibungen

Laut Khashe gehen die meisten Ausschreibungen an die Revolutionsgarden, Quds Force, die Polizei oder das Verteidigungsministerium. „Diese Unternehmen (die zu den oben genannten Organisationen gehören) gewinnen stets gegen den privaten Sektor, weil sie wissen, dass weder Preisanstiege noch Währungsproblem sie auf lange Sicht schwächen werden. Daher können sie ganz andere Geschäftsrisiken eingehen.“. Khashe ist deshalb dagegen, solche Projekte an diese Unternehmen zu vergeben.

Er führt fort:“ Der private Sektor kann so nicht stärker werden. Im Gegenteil, die halb – staatlichen Unternehmen müssen sich nicht verbessern, weil sie sowieso stets niedrigere Preise anbieten können und so alle Ausschreibungen für sich entscheiden.

Khashe greift auch die Baupolitik der Regierung von Rouhani an. Er glaubt, dass die Regierung wesentlich weniger tut, als sie könnte und sie lässt auch keine Initiative in der Hinsicht erkennen, mehr zu tun.

Das Ergebnis dieser Politik ist, dass die schlechten Investitionen in den Straßenbau einer der Hauptgründe sind, warum es so viele Verkehrsunfälle im Iran gibt. Khashe sagt dazu:“ Die Menschen zahlen den Preis (für fehlende Investitionen im Straßenbau) mit ihrem eigenen Leben.“

Laut Statistiken ist leider wieder einmal die Anzahl der „Toten im Straßenverkehr“ gestiegen.