Wednesday, February 8, 2023
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Iran: Die Demonstrationen gegen das Regime werden trotz grausamer Repression fortgesetzt

Montag, den 11. Mai 2015, 18. 09 Uhr

Trotz repressiver Maßnahmen des iranischen Regimes ereigneten sich am Nachmittag des Samstags, des 9. Mai, in verschiedenen Teilen der Stadt Mahabad weitere Zusammenstöße zwischen jungen Leuten und den Sicherheitskräften. Mindestens acht Polizisten wurden von der verärgerten Jugend bestraft.

In Solidarität mit der Bevölkerung Mahabads demonstrierten Menschen auch in Sardasht. Sie skandierten: „Wir alle sind Farinaz“ und „Mahabad steht nicht allein“ sowie „Heute Schweigen, morgen Schlimmeres“. Mit Tränengas, Schlagstöcken und Schüssen versuchten die Sicherheitskräfte, die Menge zu zerstreuen. 

Dieser Angriff führte zu einem Zusammenstoß zwischen den Leuten und den Söldnern. Einer von den Demonstranten wurde angeschossen und verwundet, 20 von ihnen verhaftet. Die Demonstranten warfen mit Steinen nach den Sicherheitskräften. Auch in den Städten Marivan und Khoy wurde von Zusammenstößen berichtet. 

Während dieser Demonstrationen – nach dem Aufstand der tapferen Bevölkerung von Mahabad am 7. Mai – verlegte das geistliche Regime zahlreiche Einheiten von anderen Städten dorthin, um die Demonstrationen zu bremsen; hunderte wurden verhaftet. Auch hat der religiöse Faschismus, der den Iran regiert, Sicherheitskräfte in verschiedenen Städten der Region in Alarmbereitschaft versetzt, darunter Sanandaj, Marivan, Oshnavieh, Saghez &c.

Trotz der verbreiteten Repression sagte Khamenei am Samstag, den 9. Mai in Furcht vor Erhebungen des Volkes: „Heute ist das Land glücklicherweise nicht in einem militärischen, wohl aber in einem politischen Krieg begriffen, auch einem wirtschaftlichen Krieg sowie in einer Auseinandersetzung um die Sicherheit, vor allem aber in einem kulturellen Krieg. Das heißt: Ein Krieg ist vorhanden; wer das nicht weiß, schläft. Es genügt nicht zu wissen, daß der Feind zum Angriff bereit ist, woher er kommt und wie er beschaffen ist. Man muß auch sicher sein, daß er fehlschlagen wird. Sie alle sollten wissen, was der Feind tut. Heute geht es um das ganze Land.“