Tuesday, December 6, 2022
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Iran: Die Flut ist vorbei aber die Arbeitsmarktkrise nicht

Mehr als einen Monat ist die Flut nun vorbei, doch die grauenvollen Konsequenzen für die iranische Wirtschaft und den Arbeitsmarkt sind immer noch zu spüren.

Laut den Schätzungen staatlicher Experten sind rund 10.000 Fabriken beschädigt und 30.000 Jobs verloren gegangen.

Was erwartet die betroffenen Arbeiter und Landwirte?

Die Flut hat viele Industrien beschädigt und auch Minen und Geschäfte wurden in 25 Provinzen zerstört.

Laut dem iranischen Minister in der Administration von Rouhani (Abdolreza Rahmani Fazli) ist der Schaden der Zerstörungen zwischen 30 – 35 Milliarden Toman hoch.

ILNA berichtet:“ Die Flut hat besonders hohe Schäden für die Bauern in Golestan, Lorestan und Khuzestan bedeutet“.

Mahmoud Hojjati, der Minister für Landwirtschaft, schätzt die Höhe des Schaden auf rund 1,3 Billionen Tomans.

Der Minister für Genossenschaften, Arbeit und Soziales betonte, dass diejenigen, die nun arbeitslos geworden sind, von ihren Versicherungen ihre Schäden ersetzt bekommen und er versprach auch, dass diejenigen, die sich in kurzfristigen Arbeitsverträgen befunden haben, Unterstützung erhalten, doch laut Berichten sind die betroffenen Menschen bisher noch nicht kontaktiert worden.

Die Landwirte kämpfen mehr denn je um ihr Überleben

Laut Mohammad Biranvand, dem Vertreter von Khorram Abad, haben die Überschwemmungen schwere Schäden an den Gärten und dem Agrarland angerichtet und rund 1300 Pumpenstationen in Lorestan sind ebenfalls zerstört.

Farshid Yazdani (ein Experte für soziale Unterstützung) sagte gegenüber ILNA:“ Viele in den Dörfern haben keine Versicherungen. Ihre Bewohner kämpfen nun darum, ihre Rechte als Arbeitslose einfordern zu können.“

Die Flut ist vorbei, aber seine Konsequenzen sind immer noch zu spüren. Das Regime hat bis heute keinen klaren Plan, wie es mit den Schäden umgehen will und es gibt keine Fortschritte in der Bekämpfung der zusätzlichen Arbeitslosigkeit nach der Flut. Viele Menschen sind in der aktuellen Lage mittlerweile – verständlicherweise – frustriert und hoffnungslos.