Friday, December 2, 2022
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Iran: Ein Häftling, der sechs Jahre auf der Todesliste gestanden hatte, wurde erhängt

NCRI – Die Behörden eines Gefängnisses im Norden des Iran erhängten einen Mann,

der sechs Jahre lang auf der Todesliste gestanden hatte. 

Der 35 Jahre alte Häftling wurde am Mittwoch, den 22. Oktober 2014 in einem Gefängnis in Amol – einer Stadt in der nördlichen Provinz Mazandaran – erhängt. 

Der Leiter der Justiz des Regimes identifizierte den Häftling mit seinen Initialen – H. S. – so berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Fars. 

An demselben Tage wurden 10 weitere Häftlinge an verschiedenen Orten des Landes in Einzelhaft verlegt; sie erwarten in drei Gefängnissen ihre Exekution.

Drei Häftlinge wurden in ein Gefängnis der im Süden gelegenen Stadt Kerman in Einzelhaft verlegt.

Sechs Häftlinge, die zum Tode verurteilt worden sind, wurden zur Hinrichtung in den nächsten Tagen in die Einzelhaft des Adel-Abad-Gefängnisses der im Süden gelegenen Stadt Shiraz verlegt.

Drei von den Häftlingen wurden wegen angeblicher Drogendelikte verhaftet. 

Ein Lastwagenfahrer, der zum Tode verurteilt worden war, weil auf seinem Fahrzeug Drogen gefunden wurden, ohne daß er davon wußte, wurde in die Stadt Zahadan – im Südwesten des Iran – verlegt, um seine Hinrichtung zu erwarten. 

Im Iran wird unter der Herrschaft der Mullahs und des Präsidenten Hassan Rouhani von der Todesstrafe umfangreicher Gebrauch gemacht. 

Seit August 2013 – als Hassan Rouhani als ‚gemäßigter’ Präsident sein Amt antrat -, wurden im Iran mehr als 1000 Hinrichtungen durchgeführt; die meisten von ihnen wurden offiziell bekanntgegeben.

Mindestens 27 Frauen und mehr als ein Dutzend Häftlinge, die zur Zeit ihrer Verhaftung minderjährig waren, sind zusammen mit 20 politischen Gefangenen unter den – vielfach öffentlich – Erhängten.