Thursday, December 1, 2022
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Iran: Eine Illustration der Zerstörung der iranischen Wirtschaft durch das Mullahregime

Zahl der Textilweber in Mazandaran von 7000 auf 300 gesunken

Am 15 .September 2018 veröffentlichte die staatliche Nachrichtenagentur ILNA folgenden Artikel in dieser Hinsicht: Der Chefsekretär der Arbeiterpartei von Mazandaran, Nasrollah Daryabeygi, macht Missmanagement in den Textilfabriken in der Provinz sowie einen fehlenden Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsrat dafür verantwortlich, dass die Arbeiter solche Probleme haben. Er betonte, dass die Probleme so lange weiter gehen werden, bis die Regierung entschiedene Schritte dagegen einleitet.

In seinem Gespräch mit ILNA erklärt Daryabeygi: „Diese Fabriken waren immer sehr aktiv und in Mazandaran sehr bekannt, sogar schon vor der Revolution. Sie haben seitdem in verschiedenen separaten Einheiten produziert, zum Beispiel im Bereich es Webens von Jutesäcken. Zu einem Zeitpunkt während der Regierung unter Rafsanjani beschlossen dann die Verantwortlichen in Mazandaran, die Fabriken umzubauen.“

Er führt fort:“ Nach mehreren Treffen wurde der Umbau beschlossen und man hoffte, dass dadurch mehrere neue Produktionslinien entstehen würden und dadurch auch mehr Menschen Arbeit finden. Zu dieser Zeit arbeiteten alleine in der Einheit in Tabaristan 1800 Arbeiter.“

„Doch am Ende gab es keine Verbesserungen im Rahmen des Umbaus, im Gegenteil, die Situation wurde nur noch schlimmer. In der Bank herrschte Missmanagement, sie war der zentrale Investor der Fabrik und so verschlechterte sich die Situation der Arbeitet. Hinzu kamen weitere Probleme wie das Aufnehmen eines neuen türkischen Investors vor einigen Jahren.“

Laut Daryabeygi war die Privatisierung der Fabrik ineffektiv. Die Schulden häuften sich an und der türkische Inverstor wurde später verhaftet und inhaftiert und es konnten von ihm keinen Garantien mehr erfüllt werden. Somit blieben seine Verpflichtungen gegenüber den Arbeitern unerfüllt.

Daryabeygi erklärt:“ Nach seiner Verhaftung wurden seine Anteile an der Fabrik an eine andere Person übertragen. Dieser neue Investor war Alambeygi, ein Deutscher, der seit März 2018 in Übersee aktiv ist und der sich bisher nicht an dem Management dieser Fabrik beteiligt hat. Und so wird die Fabrik immer noch ohne Vorstandsvorsitzenden oder einen Aufsichtsrat geführt. Das Resultat dieser schlechten Kombination ist, dass die Arbeiter im Mai, Juni, Juli und August keine Löhne erhalten haben.

Bedenkt man die aktuelle Krise im Iran und welche Schwierigkeiten es im Versorgen mit Primärgütern für die Produktion gibt, dann ist die Fabrik nun in großen Schwierigkeiten.

Daryabeygi führt fort:“ Kurz nach der Revolution hatte die Fabrik 7000 Arbeiter. Nun sind es nur noch 310. Drei Textilfabriken in Mazandaran sind bereits geschlossen wurden und die Tabaristan Einheit wird wohl demnächst schließen. Die einzige aktive Einheit ist in Talar, doch auch sie bedroht das Missmanagement.“

Daryabeygi erklärt:“ All die Probleme mit der Finanzierung und der Zahlung der Versicherungsbeiträge sowie der fehlende Vorsitzende und Aufsichtsrat lassen unsere Arbeiter ständig in Sorge um ihre Jobsicherheit zurück. Die Regierung muss nun dieses Chaos endlich beseitigen.“

Daryabeygi schlußfolgert:“ Diese Fabrik war immer die Hauptquelle des Einkommens vieler Arbeiter in der Provinz. Doch all die erwähnten Probleme und das Missmanagement haben dafür gesorgt, dass die Arbeiter seit fast 4 Monaten keinen Lohn erhalten haben. Anstatt sich zurück zu lehnen und den Zerfall der Fabrik zu beobachten, muss die Regierung nun endlich aktiv werden und entschlossene Schritte einleiten, um diese Situation zu beenden.“