Saturday, December 3, 2022
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Iran: Familien der Inhaftierten protestieren weiter

July 18, 2009- The relatives of those arrested in recent anti-government uprising in Iran cprotest in front of the Evin prison in Tehran.NWRI – Am Dienstag führten die Familien der Inhaftierten, die während der aktuellen Anti-Regierungsaufstände im Iran verhaftet wurden, ihre Proteste vor dem „Revolutionsgericht“ und dem Evin-Gefängnis fort. Sie forderten die Herausgabe von Informationen über die Bedingungen ihrer geliebten Menschen in den Gefängnissen.
Etwa 80 Menschen versammelten sich vor dem „Revolutionsgericht“ in Teheran, um Namen über Gefangene vom Regime zu hören. Gegen 9:15 Uhr Ortszeit wurden die Namen von 28 Menschen, alle männlich, verlesen. Unter den Inhaftierten befinden sich viele Personen, die zum zweiten Mal seit dem Beginn der jüngsten Proteste verhaftet wurden. Trotz ihrer Entlassung auf Kaution wurden sie am Freitag erneut verhaftet.

Ebenfalls mehr als 100 Verwandte von Gefangenen versammelten sich vor dem Evin-Gefängnis. Einige von ihnen haben seit mehr als einer Woche Kaution gezahlt, aber ihre geliebten Menschen sind immer noch in Haft. Sie wurden vom Evin-Gefängnis weg gejagt und an das „Revolutionsgericht“ verwiesen und dann vom „Revolutionsgericht“ zurück zum Evin-Gefängnis geschickt, wieder ohne Erfolg. 

Allen Verwandten, die zum „Revolutionsgericht“ gingen, wurde erzählt, dass ihre Fälle vom berüchtigten Richter Haddad bearbeitet würden und dass sie mit ihm in Kontakt treten sollen. Allerdings ist niemand befugt, einen Richter zu treffen oder mit ihm am Telefon zu sprechen.

In der Hoffnung, die Situation ihrer Kinder herauszufinden, warteten die Familien der Verhafteten vor und im „Revolutionsgericht“ von 8 Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags. In den letzten Tagen wurde bisher nur eine Liste mit 30 Namen veröffentlicht, die zur Zahlung von Kaution frei gegeben sind, der Rest der Familien wartet weiterhin auf unbestimmte Zeit auf die Veröffentlichung der Namen ihrer Angehörigen.