Thursday, December 1, 2022
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Iran: In neun Tagen wurden 43 Häftlinge hingerichtet

NCRI – Während der vergangenen neun Tage wurden im Iran mindestens 43 Häftlinge, darunter zwei Frauen und ein jugendlicher Delinquent,

erhängt.

Die Zunahme der Hinrichtungen entspricht zwei Entwicklungen, die geeignet sind, öffentliche Verärgerung über das Regime hervorzurufen: erstens dem Scheitern der mit dem Iran zur Erreichung eines umfassenden Abkommens geführten Nukleargespräche, zweitens dem Anstieg der Preise für Brot, für die überwältigende Mehrheit des iranischen Volkes das Hauptnahrungsmittel, um 30%.

Die Mehrheit der zwischen dem 24. November und dem 2. Dezember durchgeführten Hinrichtungen fanden heimlich statt – ohne öffentliche Bestätigung seitens der Behörden.

Am 2. Dezember wurden im Ghezel-Hesar-Gefängnis der Stadt Karaj 11 Häftlinge hingerichtet. Darunter war eine Frau mit ihrem Mann, ebenso ein afghanischer Bürger. Es war in den vergangenen Wochen die fünfte Serie der Massenhinrichtungen in diesem Gefängnis.

Eine große Gruppe von Häftlingen trat in Abteilung 2 am 1. Dezember in einen Hungerstreik ein, um gegen die Massenhinrichtungen zu protestieren und die Hinrichtung ihrer Zellengenossen zu verhindern. Der Gefängnisdirektor drohte ihnen, er werde, wenn sie ihren Protest fortsetzten, 200 Menschen erhängen. 

An demselben Tage, dem 2. Dezember, wurden vier Häftlinge, darunter eine Frau, in dem Zentralgefängnis von Orumieh sowie drei Häftlinge im Bandar-Abbas-Gefängnis hingerichtet.

Am 28. November wurden zwei Häftlinge in Ardabil bzw. Qom hingerichtet.

Am 27. November wurden öffentlich drei Häftlinge in den Städten Mashhad bzw. Jaghtay hingerichtet. Der in Jaghtay – in der Provinz Khorasan – hingerichtete Mann war 20 Jahre alt; er wurde hingerichtet, obwohl die Angehörigen seines Opfers für Milde plädiert hatten. 

Am Mittwoch, den 26. November wurden fünf Häftlinge im Gohardasht-Gefängnis von Karaj hingerichtet, ferner zwei Häftlinge, darunter einer im Alter von 23 Jahren im Qazvin-Gefängnis und ein weiterer im Sari-Gefängnis. 

Am 25. November wurde im Ghezel-Hesar-Gefängnis in Karaj eine Gruppe von zehn Häftlingen erhängt.

 

An demselben Tage erhängten die Schergen Rahim Nourallah-Zadeh im Gefängnis von Tabris, einen jungen Häftling, der während der Zeit seiner Verhaftung erst 14 Jahre alt war. Mindestens vier weitere jugendliche Delinquenten sind in den vergangenen Monaten in diesem Gefängnis hingerichtet worden: Fardin Jafarian, Ahad Akbari, Behnam Hakim Khani und Mohsen Moghadam; sie waren alle in der Zeit ihrer Verhaftung jünger als 18 Jahre alt.

Am 24. November wurde in dem Zentralgefängnis der Stadt Kashan ein Häftling hingerichtet.

Außerdem peitschten in der dritten Novemberwoche in der Stadt Cheram in der Provinz Koghilouye und Boyerahmad die staatlichen Sicherheitskräfte vier Menschen aus. 

Schweigen und Tatenlosigkeit der internationalen Gemeinschaft angesichts unmenschlicher Strafen und willkürlicher Massenhinrichtungen haben das herrschende geistliche Regime ermutigt, weiterhin die Menschenrechte zu verletzen. 

 

Dies Regime muß von der Gemeinschaft der Nationen wegen seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit geächtet werden; das Dossier seiner Verbrechen muß dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgelegt werden. Die Verantwortlichen muß man vor Gericht stellen. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran

den 3. Dezember 2014