Wednesday, December 7, 2022
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Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, daß das iranische Regime immer noch „zehntausende“ Websites blockiert

Weiterhin blockiert der Iran zehntausende Websites, besonders internationale Nachrichtenquellen und Adressen, bei denen es sich um Opposition gegen das Regime, ethnische und religiöse Minderheiten sowie um Menschenrechtsgruppen handelt;

zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie.

Das Regime blockiert darüber hinaus vollständig die westlichen sozialen Netzwerke wie Facebook, You Tube, Twitter und Flickr. 

Diese Ergebnisse erscheinen in einem neuen Bericht von „Freedom of the Net 2014“ (‚Freiheit des  Netzes’); darin werden 65 Regierungen und ihre Politik auf Filterung von Netz-Inhalten und deren Zensur untersucht.

Auch befaßt er sich mit den Arten elektronischer Überwachung, die sie anwenden, desgleichen mit den Strafen, die sie jenen, deren Netz-Aktivitäten ihnen nicht gefallen, auferlegen.

Mit bezug auf den Iran heißt es in dem Bericht: „Die iranischen Behörden beschränken auch im Jahr 2014  den Zugang zu zehntausenden Websites, besonders denen von internationalen Nachrichtenquellen, der Opposition, ethnischen und religiösen Minderheiten und Menschenrechtsgruppen.

Nach Auskunft eines Mitglieds des ‚Committee to Determine Instances of the Criminal Contents (CDICC)’ (‚Komitee zur Entscheidung über kriminelle Inhalte’) wurden im Durchschnitt pro Monat 1500 Websites mit angeblich anti-islamischem Inhalt gefiltert.“

Ferner heißt es in dem Bericht, daß die „Zensur auf gleichem Niveau verbleibt“, trotz der „Erwartungen, Rouhani werde die gegen die Online-Kommunikation verhängten Beschränkungen lockern“.

Ein Mitglied von CDICC hatte Facebook als „Projekt der CIA zur Sammlung von Daten von Personen aus aller Welt“ bezeichnet und den Gründer Mark Zuckerberg als „führenden Zionisten“ gebrandmarkt, so heißt es in dem Bericht. 

Die iranische Regierung hatte auch den Zugang zu zwei der populärsten Kommunikationsdienste des Landes blockiert – „WeChat“ und „Viber“. „Cryptocat“, ein bei für die Menschenrechte Engagierten und Journalisten beliebter Dienst, der sicheren, verschlüsselten Austausch ermöglicht, wurde ebenfalls blockiert. Daran zeigt sich, so die Studie, daß das Regime von Kommunikationen, die es nicht beaufsichtigen kann, in Schrecken versetzt wird.

Ferner heißt es: „Die iranischen Behörden verwenden ein zentralisiertes Filtersystem, das innerhalb weniger Stunden eine Website im gesamten iranischen Netzwerk blockieren kann.

Private ISPs sind gezwungen, sich entweder auf die von der Regierung zugelassene Bandbreite zu beschränken oder Routen-Verkehr zu benutzen, der den Besuch von Websites nur über  von der Regierung herausgegebene Filterboxen, die von iranischen Software-Firmen entwickelt werden, zuläßt. Diese Filterboxen suchen in den von den Benutzern gestellten URL-Anfragen nach verbotenen Text-Strängen – entweder über Schlüsselwörter oder über Domäne-Namen – und blockieren entsprechend den Zugang.

Die iranische Regierung hat ihren Kampf gegen den Gebrauch von Umgehungswerkzeugen intensiviert. Ihr Gebrauch gilt als illegal, auch wenn diese Bestimmung von vielen ignoriert wird. Nach der jüngsten Statistik benutzen 45% der iranischen Benutzer VPNs zur Umgehung der Zensur, und 41% bedienen sich anderer Methoden, um blockierte Inhalte zu erreichen.“