Wednesday, December 7, 2022
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Iran: Katastrophale Zunahme von Selbstmorden

  • Protest gegen die landesweite Repression, die Armut und Benachteiligung
  • Während Mullah Rouhani eine Ölfirma besucht, zündet ein 58 Jahre alter Mann sich selbst an

Am Montag, den 17. Februar, als der Präsident der Velayat-e faqih, der Mullah Rouhani, das Gebäude der Öl-Gesellschaft betrat, zündete sich ein ehemaliger Angestellter selbst an – Protest gegen die erschreckenden Lebensumstände der Rentner – wozu gehört, daß sie die Firmenwohnungen verlassen müssen und die Behörden ihre Beschwerden ignorieren.

Die barbarische Repression, die vom geistlichen Regime ausgeübt wird – seine anti-iranische, unmenschliche Politik – hat die Arbeitslosigkeit, die Armut und die Korruption zu beispiellosen Ausmaßen getrieben; daher haben die Selbstmorde stark zugenommen. Dazu einige Beispiele der letzten Wochen: 

Am 21. Januar zündete eine Frau im mittleren Alter sich vor einem Polizeigebäude in der Stadt Mobarakeh, in Isfahan, selbst an. Diese leidende Mutter, deren Bemühung um die Befreiung ihres unschuldigen Sohnes ergebnislos geblieben war,  begoß sich mit Benzin und zündete es an – aus Protest gegen die Haft ihres  Sohnes und die an ihm verübte Folter.

Am 21. Januar beging ein junger Straßenhändler Selbstmord, indem er sich vor einen Zug warf – aus Protest dagegen, daß Beamte der Stadt Teheran seinen Kleinhandel beschlagnahmt hatten. Die Räder des Zuges schnitten seinen Leib grausam entzwei. Dieser schockierende Vorfall ereignete sich in dem Golbarg-Bahnhof der Teheraner U-Bahn, nachdem Agenten des Regimes, die das Eigentum von Straßenhändlern gewohnheitsmäßig rauben und plündern, Dinge von dem verarmten jungen Mann beschlagnahmt hatten, die weniger als 3$ wert, aber das Einzige waren, womit er seine Familie unterhalten konnte. Er hatte den Agenten gesagt, wenn sie ihm seinen Kleinhandel nicht zurück gäben, werde er sich vor den Zug werfen, doch sie hatten sich um seine Bitte nicht gekümmert. 

Am 26. Januar sprang Khossrow Haidarian, ein entlassener Arbeiter von Fouland Mobarakeh und Einwohner von Najafabad in Isfahan, aus dem fünften Stockwerk eines unfertigen Apartment-Hauses – Protest gegen Arbeitslosigkeit und Armut; er verlor das Leben. Vor seinem Selbstmord hatte er von dem Dach des Hauses  hundert Kopien eines Briefes herab geworfen. Darin heißt es: „Es soll jedermann wissen, daß für meinen Tod der große Führer dieses Landes verantwortlich ist. Obwohl ich 14 Stunden am Tage arbeite, kann ich meine Schulden nicht bezahlen.“ 

Am 1. Februar entzündete sich eine junge Frau, 29 Jahre alt, aus Andimeshk in der Provinz Khuzestan – einer der ölreichsten Provinzen des Landes – und setzte ihrem Leben ein Ende, nachdem ihr Mann aus der Fabrik entlassen worden war. Sie hinterließ eine sieben Jahre alte Tochter. 

Am 3. Februar entzündete sich ein Mann namens Hossein in der Stadt Ilam – angetrieben von seiner Armut. Er war verheiratet und hatte drei Kinder.

Am 5. Februar wurden die Nachricht und ein schockierendes Bild von dem Selbstmord eines verarmten jungen Mannes in Ahvaz weit verbreitet. 

Am 6. Februar erhängte sich ein 27 Jahre alter Mann namens Arash Pashaei – inhaftiert in der 4. Abteilung des Ghezel-Hessar-Gefängnisses – und setzte so einer neunjährigen Haft ein Ende, nach einem Leben voll von Leid. 

Das iranische Volk kämpft gegen seine bedrückenden Umstände, während das Mullah-Regime hunderte Milliarden Dollars des nationalen Reichtums auf sein ominöses Nuklearprojekt, den Export des Terrorismus und das Kriegsschüren in Syrien, im Irak, im Jemen und in Bahrain verschwendet und Geld in astronomischen Mengen unterschlägt und auf die Konten der Mullahs und ihrer Freunde und Familien überweist. Es ist eine katastrophale Situation; die Freunde der Beschwichtigungspolitik schließen davor die Augen, um die Illusion zu nähren, der verbrecherische Mullah Rouhani betreibe eine Politik der Mäßigung, womit sie dazu beitragen, daß die Hölle und die Repression, die die Mullahs geschaffen haben, und mithin das Elend des iranischen Volkes verlängert werden. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

18. Februar 2014