Tuesday, February 7, 2023
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Iran: Kinder stehen wegen fehlender medizinischer Versorgung vor dem Risiko einer Hepatitis Erkrankung

Der sprecher der Verwaltungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente gab bekannt, dass die Medikamente für die Behandlung von Kindern, deren Mütter mit Hepatitis B erkrankt sind, importiert und auch etikettiert wurden, doch sie wurden bisher in nicht ausreichendem Maße verteilt und es gibt sie auch nicht auf dem Markt.

Laut einer Meldung von ILNA (Nachrichtenagentur der iranischen Arbeiter) vom 14. Mai 2018 sagte der Sprecher der Verwaltungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente, dass der Import bestätigt wurde und man die Medizin etikettiert habe und dass es eine Knappheit auf dem Markt gibt.

Die Medizin enthält Immunoglobulin, welches gegen Hepatitis B hilft. Diese Medizin kann nur über einen besonderen Importeur gekauft werden. Laut ILNA ist die Behandlung zur Zeit kaum möglich und die Mengen sind sehr begrenzt. Die Behörde hingegen erklärte hingegen, dass man über die Telefonnummer 190 bei Apotheken über die Verfügbarkeit nachfragen kann und dass die Behandlung dann leicht begonnen werden könne. Doch in Wahrheit haben bisher nur sehr wenige Apotheken diese Medizin erhalten und keine von ihnen hat diese Medizin noch auf Lager.

Auch Moayed Alavian, der Leiter des iranischen Netzwerkes für Bekämpfung von Hepatitis, äußerte sich dazu bei ILNA. Er sagte:“ Sie müssen den Leuten ehrlich sagen, dass es Probleme mit der Versorgung von Medizin gegen Hepatitis gibt. Die Herausgabe von Falschinformationen muss beendet werden. Alle Hepatitis B Patienten sind nicht in der Lage, ihre Kinder dagegen zu schützen.“ Er betonte weiter:“ Leider gibt es zur Zeit keine Impfung dagegen und daher haben wir jetzt viele Probleme. Wenn die Kinder nicht geimpft werden, dann steigt die Gefahr, dass die Rate der Erkrankungen bis und 10 % ansteigen kann und das kann nicht ignoriert werden.“

Er ergänzte:“ Wenn unser Ziel ist, Hepatitis aus unserem Land zu verbannen, dann müssen wir die notwendige Medizin dazu haben. Eine adäquate Behandlung ist eine zentrale Verpflichtung des Gesundheitsministeriums. Wenn eine infizierte Mutter ihr Kind wegen fehlender Behandlungsmöglichkeiten ansteckt, dann sollte sie das Gesundheitsministerium wegen unterlassener Versorgung verklagen.“

Laut Alavian ist „das Gesundheitsministerium dafür zuständig, die Impfung durchzuführen, wenn ein Kind von einer Mutter geboren wird, welche Hepatitis B hat”“ Er führt fort:“….Wenn man die 190 wählt und die Apotheken anruft, welche das Medikament haben sollen, dann wird man schnell fest stellen, ob sie die Medizin wirklich haben oder nicht.“

Die Impfung muss direkt nach der Geburt erfolgen. Vor der Geburt besteht für das Kind keine Gefahr, aber wenn es geboren wird, kommt der Säuglings in Kontakt mit dem Blut der Mutter und so ist die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch. Daher ist eine Behandlung nur zum Zeitpunkt der Geburt möglich.