Thursday, December 8, 2022
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Iran: Krankenschwestern protestieren gegen niedrige Löhne und schwierige Arbeitsbedingungen

NCRI – Fast 1 000 in iranischen Krankenhäusern arbeitende Schwestern haben vor dem Parlament der Mullahs an einer Demonstration teilgenommen. Sie brachten ihre Unzufriedenheit mit den niedrigen Löhnen und den zunehmend schwierigen Arbeitsbedingungen zum Ausdruck.

Nach den offiziellen Nachrichtenagenturen fand diese Demonstration am Sonntag, den 22. Februar in Teheran statt. Die Schwestern erklärten, seit Jahren seien ihre Löhne, während die Arbeitslast immer mehr anwachse, nicht erhöht worden. 

Schon seit einem Jahr haben die Schwestern in Teheran und anderen Städten ähnliche Demonstrationen organisiert.

Wegen schwieriger Arbeitsbedingungen haben viele Schwestern, die in der Provinz arbeiteten, ihre Heimatstädte verlassen und sind nach Teheran oder in andere große Städte umgesiedelt, um dort Arbeit zu finden. Im Iran haben die öffentlichen Krankenhäuser es mit einem ernsten Mangel an Schwestern zu tun. 

Nach internationalen Maßstäben sollten mindestens zwei Schwestern pro Tag und Bett zur Verfügung stehen. Im Iran ist nach einigen Regierungsvertretern die Zahl nur halb so hoch. 

Der Mangel an Schwestern zwingt viele von ihnen zu Überstunden. 

Es wird geschätzt, daß im Iran täglich 40 Schwestern ihren Arbeitsplatz verlassen, um in anderen Ländern zu arbeiten; das macht die Situation in den Krankenhäusern kritisch.

Der Strom von iranischen Schwestern, die nach Kanada auswandern, nimmt zu. Dies Land ist das erste Ziel auswandernder iranischer Schwestern; fast 50% von ihnen gehen dorthin; die Vereinigten Arabischen Emirate ziehen etwa 30% an.

Australien, die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich gehören zu den weiteren wichtigen Ausreisezielen iranischer Schwestern.