Wednesday, December 7, 2022
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Iran-Kurznachrichten – 23. Juli 2018

Anführer des Iran unterstützt Blockade der Golf Ölexporte bei Stop von iranischen Ölimporten

Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Khamenei, unterstützte am Samstag die Idee von Präsident Hassan Rouhani, dass der Iran die Golf Ölexporte blockiert und er nannte die Verhandlungen mit den USA einen „offensichtlichen Fehler“.

Rouhani hatte Anfang diesen Monats damit gedroht, die Ölexporte von Nachbarländern zu blockieren, wenn die US Sanktionen greifen und Washington andere Länder dazu bringt, iranisches Öl nicht mehr zu kaufen. Khamenei sagte zu den Aussagen des Präsidenten, dass kein Land in der Region mehr Öl exportieren kann, wenn der Iran kein Öl mehr exportiert, dass dies wichtige Aussagen seien, welche die Politik des iranischen System deutlich machen, hieß es auf der offiziellen Webseite von Khamenei.

Pompeo: Iranische Anführer sind „scheinheilige heilige Männer“

US Außenminister Mike Pompeo verurteilte die herrschende iranische Elite und sagte, dass seine religiösen Anführer ihre Positionen ausnutzen, um „ihre Taschen zu füllen“, während der normale iranische Bürger „nach Arbeit, Reformen und Möglichkeiten schreit“.

Pompeo nannte am 22. Juli den obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei und andere islamische religiöse Anführer in der theokratischen Regierung „scheinheilige heilige Männer“ und zeigte auf, wie sie Hunderte von Millionen Dollar des Wohlstands des iranischen Volkes für sich selbst nutzten.

Er sagte weiter, dass die Akkumulation von Wohlstand unter den Anführern und die Korruption in dieser „gewalttätigen Regierung“ zeigt, dass im Iran „mehr eine Art Mafia als eine Regierung herrscht“,

Er ergänzte:“ Das Regime im Iran ist ein Alptraum für das iranische Volk“.

Massenproteste von Pensionären vor dem Majlis, „Die inhaftierten Lehrer müssen frei gelassen werden“ Sprechchöre

Am 22. Juli traf sich eine große Menge von Pädagogen und anderen Pensionären, die aus verschiedenen Städten nach Teheran kamen, um eine Demonstration vor dem Regimeparlament abzuhalten. Zusätzlich zu den Pensionären waren Pädagogen der Bewegung gegen Analphabetismus anwesend. Die Teilnehmer protestierten gegen geringe Löhne und Pensionen und ihre schlechten Lebensbedingungen. Hunderte Experten der Versicherungen für Landwirte, die nach 14 Jahren des Dienstes ihre Arbeit verloren hatten, waren ebenfalls unter den Demonstranten.

Bürger von Borazjan protestieren gegen Stromausfälle und Probleme mit der Trinkwasserversorung

Am 22. Juli protestierten die tapferen Bürger von Borazjan (Südiran) gegen Probleme mit der Trinkwasserversorung. Es gab Zusammenstöße mit den unterdrückenden Sicherheitskräften, als diese die Demonstration auflösen wollten. Die Demonstranten setzten aus Wut darüber auf der Borazjan-Bushehr Straße mehrere Reifen in Brand.

In der extremen Hitze der Region leiden die Bürger von Borazjan an schlechter Trinkwasserversorgung und sie leben auch wegen diversen Stromausfällen in schlechten Lebensbedingungen.

Mehrere Erdbeben im Iran – 150 Menschen verletzt

Ein Erdbeben der Stärke 5.9 traf den Westiran. Dabei wurden 150 Menschen verletzt. Einige Stunden zuvor hatte es bereits zwei Erdbeben in der Provinz Hormozgan im Süden des Landes gegeben. Das berichteten iranische Medien am 22. Juli.

Pirhossein Kolivand, der Leiter für iranische Notfälle und Naturkatastrophen, sagte gegenüber dem staatlichen Fernsehen, dass mindestens 146 Menschen bei dem größeren Beben im Westiran nahe der Grenze zum Irak in der Provinz Kermanshah verletzt wurden.