Saturday, February 4, 2023
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Iran-Kurznachrichten 29. April 2018

Das iranische Kurdistan: Der Streik von Basar-Händlern in der Stadt Baneh ist in die dritte Woche eingetreten

Ladenbesitzer und Basar-Kaufleute in Baneh – nahe der westlichen Grenze des Iran – haben am Sonntag, am 15. Tage hintereinander, ihre Geschäfte geschlossen gehalten. Der Generalstreik hat sich von Baneh über die drei westlichen Provinzen Kurdistan, Kermanshah und West-Azerbaijan verbreitet; er hatte am 15. April im Protest gegen die Schließung der Grenzübergänge zwischen dem Iran und dem Irak sowie gegen die plötzliche Steigerung der auf eingeführte Waren erhobenen Zölle begonnen.

Dabei ist zu beachten, dass die Kaufleute der westlichen Provinzen von dem Geld leben, das sie in ihren Geschäften entlang der Grenze verdienen.

Im Zusammenhang mit einem ‚Unsittlichkeits’-Bericht wurde der Leiter einer rivalisierenden Zeitung verhaftet

Nachdem Einwohner einer im Nordwesten gelegenen Stadt die sog. reformistische Zeitung des iranischen Regimes ‚Shargh’ wegen eines Berichts über die dortige ‚Unsittlichkeit’ der Diffamierung bezichtigt hatten, wurde – so berichteten iranische Medien am Sonntag – ihr Leiter verhaftet.

Die halb-offizielle Nachrichtenagentur ISNA berichtete, indem sie den stellvertretenden Staatsanwalt der Stadt, Hassan Heydar, zitierte, Mehdi Rahmanian sei „(von den Gerichten) aufgrund der Beschwerde einer Gruppe von Einwohnern der Nachbarschaft ‚Shahid Rajai’ von Mashhad vorgeladen worden“.

„Die Zeitung hatte einige in dem Distrikt lebende Frauen als korrupt bezeichnet.“

Pompeo setzt das iranische Regime unter starken Druck

Außenminister Mike Pompeo traf am Samstag während seines hastig organisierten Nahost-Besuchs in Saudi-Arabien ein; die Vereinigten Staaten bemühen sich um Unterstützung neuer gegen den Iran gerichteter Sanktionen. Der Besuch des – erst vor zwei Tagen vereidigten – Pompeo in Riad, Jerusalem und Amman hängt damit zusammen, dass Präsident Donald Trump über eine Kündigung des 2015 mit dem Iran geschlossenen Nuklearabkommens, das von den europäischen Mächten immer noch unterstützt wird, entscheiden muss.

In Amerika lebende iranische Geschäftsleute wurden wegen des Verkaufs von Autoteilen an den Iran verhaftet

SAN FRANCISCO, den 28. April (Xinhua) – Drei Geschäftsleute der Strandgegend von San Francisco wurden örtlichen Medien zufolge beschuldigt, im Verstoß gegen die von den USA über Teheran verhängten Handels-Sanktionen an den Iran Autoteile verkauft zu haben; sie wurden verhaftet. Am Samstag wurden Sadr Emad-Vaez, Pouran Aazad und Hassan Ali Moshir-Fatemi – Vertreter einer in Teheran ansässigen Handelsgesellschaft – wegen Beteiligung an Geschäften, darunter dem illegalen Export von Gütern nach dem Iran und wegen diesem Lande erwiesener Dienstleistungen angeklagt – so nach Angaben der Anklagebehörde des Distrikts Nordkalifornien.

Das iranische Regime gibt nach dem Verbot von „Telegram“ eine von den Mullahs gebilligte Nachrichten-App heraus

Mit Emoji, die Schleier tragende Frauen zeigen, welche Plakate mit der Aufschrift „Tod für Amerika“ tragen, hat das iranische Regime eine neue, selbstgemachte Nachrichten-App freigegeben. ‚Soroush’ trägt eine Reihe von Emoji, die verschleierte Frauen zeigen, welche Plakate mit einem politischen Text zeigen. Die App soll die populäre Nachrichten-App „Telegram“ ersetzen.