Tuesday, February 7, 2023
StartNachrichtenIran Kurznachrichten – 8. August 2018

Iran Kurznachrichten – 8. August 2018

Iraner machen Regierung für Rückkehr der Sanktionen verantwortlich

AFP – Teheran: Viele Iraner geben ihrer eigenen Regierung die Schuld für die Rückkehr der US Sanktionen.

Viel Schaden würde bereits in den Wochen vor den Sanktionen angerichtet, als die aggressive Rhetorik von Trump viele Investoren verschreckte und der Rial an Wert verlor. Doch dies war nur ein Mosaikstein in einer weit verbreiteten Korruption, einem chaotischen Bankensystem und einer massiven Arbeitslosigkeit nach Jahrzehnten des Missmanagements.

„Die Preise steigen wieder einmal, doch der Grund ist die Korruption in der Regierung, nicht die US Sanktionen“, sagt Ali, ein 35 Jahre alter Dekorateur. Viele halten Präsident Hassan Rouhani für nicht mächtig genug, um Dinge zu verbessern. „Er kann die Probleme nicht lösen. Er hat mehrfach gezeigt, dass er nicht der Entscheidungsträger in unserem Land ist. Unser Problem sind die Vertreter und das System selbst“, ergänzte er.

Iranische Revolutionsgarden: Wir haben die Huthis gebeten, saudische Öltanker anzugreifen

Ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden gab zu, dass die Huthis zwei saudische Öltanker in der Bab al-Mandeb Straße angreifen sollten, nachdem sie die Revolutionsgarden darum gebeten hatten.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars sagte Nasser Shabani, der Kommandeur der Revolutionsgarden:“ Wir haben die Hutihs gebeten, zwei saudische Öltanker anzugreifen und das haben sie auch getan“.

Die Fars Nachrichtenagentur löschte kurz danach den Artikel, dennoch zeigt er ein klares Geständnis, dass der Iran die Huthi Milizen unterstützt.

Shabani sagte weiter, dass die Huthi Milizen im Jemen und die libanesische Hisbollah „die Tiefe des Irans in der Region repräsentieren“.

Deutschland blockiert 400 Millionen $ Bargeldlieferung an den Iran wegen US Sanktionen

Die deutsche Zentralbank blockierte eine 400 Millionen $ Bargeldlieferung an den Iran. Dies bedeutet einen weiteren Sieg für die USA mit ihren Sanktionen gegen den Iran, die am Dienstag in Kraft traten.

Die 400 Millionen $ gehören der iranischen Europa – Iran Handelsbank (EIH), welche in Hamburg arbeitet.

Die EIH wurde kürzlich in den USA und der EU auf die Sanktionslisten gesetzt, weil sie beim Aufbau des iranischen Kernwaffenprogramms half.

Laut Fox News führte der US Botschafter in Berlin eine Kampagne an, welche die deutsche Regierung dazu bringen sollte, den Geldtransfer zu stoppen.

„Wir sind dankbar, dass unsere deutschen Partner die Notwendigkeit zum Handeln eingesehen haben.“, sagte er gegenüber dem Nachrichtenkanal.

Deutscher Automobilkonzern Daimler Benz zieht sich aus dem Iran wegen US Sanktionen zurück

Der deutsche Automobilkonzern Daimler Benz hat seine Aktivitäten im Iran einige Stunden nach der Aussage von Trump gestoppt, dass er allen Firmen den Absatz in den USA verwehrt, welche weiter Güter im Iran verkaufen.

„Wir haben unsere bereits jetzt schon geringen Aktivitäten mit dem Iran im Rahmen der eingesetzten Sanktionen beendet“, sagte er Sprecher des Konzerns am 7. August.

Dies stoppt die Expansionspläne von Daimler im Iran abrupt, wo man bereits mit zwei örtlichen Unternehmen zusammen arbeitete, die Daimler Benz Laster verkaufen sollten.

Iran: Demonstrant von Revolutionsgarden ermordet – Beisetzung in Teheran

Der Körper von Reza Otadi (23), einem Demonstranten, der von Einheiten der Revolutionsgarden (IRGC) in Karaj bei einem Anti – Regime Protest erschossen wurde, wurde am Montag auf dem Beheshte Zahra Friedhof beerdigt.

Scharfschützen der Revolutionsgarden hatten Otadi Freitag nacht von einem Hausdach aus erschossen.

Zahlreiche Familienmitglieder, Freunde und Basarhändler aus Karaj und Teheran nahmen an der Beisetzung teil.