Wednesday, December 7, 2022
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Iran: Lehrergewerkschaft ruft UNO auf, das Massaker von 1988 zum Untersuchungsgegenstand zu machen

Von Mitarbeitern des NWRI
NWRI – Am Samstag, dem 26. August, hat ein Sprecher der iranischen Lehrergewerkschaft UNO Generalsekretär Antonio Guterres und die Sonderberichterstatterin über die Menschenrechte im Iran Asma Jahangir aufgerufen, das Massaker von 1988 an 30 000 politischen Gefangenen zum Untersuchungsgegenstand zu machen.
In seinem Brief hat Seyed Hashem Khastar, selbst früher politischer Gefangener, das Massaker von 1988 an politischen Gefangenen im Iran als „tiefe Wunde im Körper der Menschheit und der iranischen Gesellschaft“ bezeichnet. Er rief deshalb die UNO auf, die Täter bei diesem Verbrechen vor Gericht zu stellen, damit diese Wunde heilt.

Herr Khastar schreibt: „Im Sommer 1988 haben die iranischen Herrscher unter der Führung von Khomeini nach der Niederlage im Krieg mit dem Irak, nachdem sie schon lange geplant hatten, die Gefangenen aus Gewissensgründen und die politischen Gefangenen zu beseitigen, zuletzt die Situation zu ihrem Vorteil genutzt und mehr als 30 000 politische Gefangene hingerichtet und in Massengräbern verscharrt“.
Er fügte hinzu, dass zu den Opfern Gefangene im ganzen Iran gehörten, viele mit schon beendeter Strafzeit oder mit nur noch kurzer Zeit bis zu deren Ende. Einige der Opfer verbüßten sogar eine lebenslange Haft. Herr Khastar verwies auch auf die repressiven Maßnahmen des Regimes und erklärte: „Nach der antimonarchischen Revolution, die unter dem Hauptmotto der Freiheit stand, haben die neuen Herrscher unter falschen Vorwänden größere Krisen für die Iraner in Gang gesetzt. Sie wollten die Freiheit des Volkes beschneiden und zögerten nicht, jedes nur mögliche Verbrechen zu begehen. Sie lösten die Parteien auf und verboten Veröffentlichungen. Die Hauptentschuldigung war, dass sie die Gebote von Gottes Religion, dem Islam, erfüllten, obwohl die Religion dem Wohlergehen der Menschen dient und nicht  der Armut und dem Elend der Bevölkerung.“
Der frühere politische Gefangene forderte die Täter auf, sich den Gerichten zu stellen für dieses Verbrechen, damit diese Tragödie in der Welt niemals vergessen oder wiederholt wird“.
Am Ende seines Briefes fügt Khastar hinzu: „Ihr Prozess vor Gericht wird ein Beitrag für die Erlangung der Freiheit und die Demokratie für die Iraner zu geringeren Kosten sein“.