Wednesday, November 30, 2022
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Iran: Mullahs nehmen Konversion von Uranerz wieder auf

Image16. November 2005 – Laut Nachrichtenagentur AFP hat der Iran die Konversion von Uranerz wieder aufgenommen. Die ersten Behälter mit dem Erz seien am Mittwoch in der Anlage in Isfahan verarbeitet worden, sagte ein Diplomat unter Berufung auf Angaben von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Ein zweiter Diplomat bestätigte die Angaben. Durch die Konversion entsteht ein Gas, das durch Anreicherung schließlich auch für den Bau von Atombomben verwendet werden könnte.

Nach Angaben von Diplomaten will das iranische Regime 50 Tonnen Uranerz konvertieren. Da in den vergangenen Wochen bereits 37 Tonnen Uran bearbeitet worden seien, entstehe insgesamt das Potenzial für den Bau von zehn Atombomben, hieß es weiter.

Im August hatte der Iran die Uran-Konversion nach neunmonatiger Pause wieder aufgenommen. Die IAEA verabschiedete am 24. September eine Resolution, in der Teheran dazu aufgefordert wurde, die Konversion zu stoppen und IAEA-Inspektoren uneingeschränkten Zugang zu seinen Atomanlagen zu ermöglichen. Das iranische Regime lehnte es in den vergangenen Tagen ab, Russland die Uran-Anreicherung für den Iran zu überlassen.

Mohammad Mohaddessin, der Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Nationalen Widerstandsrates Irans, sagte: "Jedes Zögern oder Verzögerung zur Festlegung einer konsequenten Politik gegenüber dem Mullah-Regime wird die Welt näher zu der unglückseligen Aussicht bringen, dass sich die fundamentalistischen Mullahs mit der Atombombe bewaffnen. Die Zeit ist für die internationale Gemeinschaft gekommen, um die Nuklearakte von Teheran an den UN-Sicherheitsrat zur Auferlegung von umfassenden Sanktionen ohne Verzögerung zu verweisen."