Sunday, January 29, 2023
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Iran: Öffentliche Hinrichtung vom Mittwoch in Karaj sorgt für öffentlichen Unmut

NWRI – Am Mittwoch sorgte eine öffentliche Hinrichtung in Karaj unter den Zuschauern für großen Unmut, weil der Verurteilte vor der Hinrichtung noch einmal seine Mutter sehen wollte. Er wurde statt dessen geschlagen und sein Wunsch verweigert. Nun fürchten Vertreter des iranischen Regimes den Ausbruch neuer Unruhen.

 

Die staatliche Nachrichtenagentur Mehr berichtete am Sonntag, dass es eine „Videoaufzeichnung gäbe, die im Internet kursiert. Dort ist zu sehen und zu hören, wie sich die Stimmung in Richtung Sympathie für den Verurteilten verändert, der an den Galgen geht. 

„Nach der Erhängung haben sich in sozialen Netzwerken zahlreiche User schockiert und verärgert geäußert. Es gab sogar Aussagen, dass der Mann unschuldig ist das gar unbekannte Gründe für seine Hinrichtung existiert haben.“, heißt es in dem Bericht.

„Auf dem Video ist zu sehen, wie sich der Gefangene wehrt, weil er seine Mutter nicht sehen kann. Der Film wurde mit einem Handy aufgenommen und sofort ins Internet gestellt. So konnten ihn alle sehen, die nicht vor Ort waren.“

Von dem Gefangenen gibt es nur seinen Vornamen (Habib). Er war einer von drei Gefangenen, die zeitgleich an drei verschiedenen Orten in Karaj gehängt wurden.

Das Video über die öffentliche Hinrichtung von Habib wurde schnell im Internet verbreitet. Es zeigt auch, wie die Henker ihn schlagen, nachdem er darum fleht, seine Mutter vor seiner Hinrichtung noch einmal zu sehen.

Als ihm die Henker den letzten Wunsch verweigert hatten, trat der Verurteilte die Box um, die für seine Hinrichtung benötigt wird, ebenso die Bank für die Erhängung. 

Die Henker schafften es am Ende dennoch, ihn zu hängen, bevor er seine Mutter noch einmal sehen konnte.

Video: 

http://www.ncr-iran.org/en/news/human-rights/16068-video-iranian-regime-hangmen-beat-up-prisoner-before-execution-in-public