Sunday, November 27, 2022
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Iran: Politischer Gefangener mit Krebsdiagnose erhält keine Behandlung

NWRI – Mohsen Dokmechi, ein Bazarhändler und politischer Gefangener, wurde von iranischen Regimeagenten von einem Krankenhaus in ein Gefängnis verlegt, obwohl er an mehreren Krankheiten in Folge einer Operation und an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet.

Die Agenten des Regime lehnten es ebenfalls ab, dass Herr Dokmechi eine Chemotherapie bekommt. Das berichten Menschenrechts- und demokratische Aktivisten im Iran.

Herr Dokmechi wurde am 18. Dezember nach vier Monaten Aufenthalt im Krankenhaus verlegt. Er hatte chronische Schmerzen, die zu einem Gewichtsverlust und Gelbsucht führten.

Er musste am 25. Dezember einer fünf Stunden lang andauernden OP unterzogen werden, doch laut Aussage der Ärzte scheiterte die Operation und es müsse eine Chemotherapie begonnen werden. Die Chancen einer Heilung durch diese Behandlung sind durch die ständigen Verzögerungen der Regimeagenten gering.

Die Ärzte sagten in medizinischen Berichten, die an den Teheraner Staatsanwalt überstellt wurden, dass Dokmechi weiter in stationärer Behandlung bleiben müsse und das ein Transfer in ein Gefängnis ernsthafte Konsequenzen hat. Doch die Geheimdienstagenten des Regimes und Abbas Jafari Dolatabadi, der Staatsanwalt von Teheran, ignorierten den Befund und unterbrachen seine Behandlung, indem sie ihn in den Zellentrakt 350 des Teheraner Evin Gefängnis verlegen ließen.

Herr Dokmechi hat wegen der Streuung des Krebs starke Schmerzen, was auch an fehlender Ruhe und Schlaf liegt. Aktuell ist er in Zellentrakt 350 in kritischem Zustand und kann dort keine ausreichende Behandlung bekommen. Mittlerweile hat er Probleme damit, zu essen oder sich zu bewegen.

Dolatabadi hat es ebenfalls abgelehnt, Besuche seiner Familie zu gestatten oder seinen aktuellen Gesundheitszustand heraus zu finden. Die Regimeagenten planen Berichten zufolge, Dokmechi so qualvoll sterben zu lassen.

Die Entscheidungen zur Unterdrückung von politischen Gefangen durch die Verweigerung medizinischer Behandlung, Hinrichtungen und andere Formen der Unterdrückung der Iraner werden auf höchster Ebene und den vom obersten geistlichen Führer beschlossen und dann der Mullahjustiz, insbesondere Dolatabadi und den Geheimdienst- und Gefängnisangestellten, als Weisung übergeben.