StartNachrichtenMenschenrechteIran: Razzia in der elterlichen Wohnung eines inhaftierten Gewerkschaftlers

Iran: Razzia in der elterlichen Wohnung eines inhaftierten Gewerkschaftlers

 NWRI – Am Samstag, dem 19. Juni gegen 16:00 Uhr Ortszeit, fiel die Staatssicherheit des iranischen Regimes in die elterliche Wohnung eines Gewerkschaftlers ein.

In dieser Wohnung wohnte seine kranke betagte Mutter. Sie wurde von den Angreifern schikaniert und beleidigt, die als Schutzbüro der Busgesellschaft vom Größeren Teheran gekommen waren.

Nachdem die Nachbarn den Überfall mitbekommen hatten, begannen sie energisch gegen die Razzia zu protestieren, schüchterten die Stasileute ein, die sich fluchtartig zurückzogen.

Die 60jährige Frau ist die Mutter von Saeed Torabian, dem Kopf der Öffentlichkeitsarbeit in der Gewerkschaft der Teheraner Busgesellschaft. Sie hat Herzprobleme und lebt allein.
Die Ungewissheit um das Schicksal und die Lebensbedingungen ihres Sohnes verschlimmerten ihre Angstzustände.

Unabhängig davon legte der Schatzmeister der Gewerkschaft, Reza Shahabi, am 18. Juni Beschwerde gegen das Schutzbüro ein, nachdem seine Frau entführt worden war. Er wurde daraufhin von einem Stasimann namens Morshedlou aus dem Schutzbüro der Busgesellschaft verhaftet.

Obwohl die Familien von Shahabi und Torabian mehrfach bei verschiedenen Staatsorganen vorsprachen, um Informationen über die Lage ihrer Lieben zu erhalten, konnten sie nichts erfahren.

Die Fälle dieser beiden Gewerkschaftler wurden angeblich der zweiten Vernehmungsabteilung des Revolutionsgerichts im berüchtigten Evin Gefängnis in Teheran übergeben.