StartNachrichtenIran & die WeltIran: Regime lenkt mit Verschwörungstheorien und Drohungen von Problemen ab

Iran: Regime lenkt mit Verschwörungstheorien und Drohungen von Problemen ab

Der Druck steigt auf das iranische Regime, doch es kümmert sich – wie immer – nicht um die Probleme, sondern es versucht die Aufmerksamkeit abzulenken, indem es seine Golfnachbarn und die internationale Gemeinschaft bedroht.

Es scheint so, als würde der Iran glauben, dass man die Probleme damit löst, indem man die Welt einschüchtert und mit einer militärischen Konfrontation droht.

So hat der iranische Präsident Hassan Rouhani begonnen, damit zu drohen, die Straße von Hormus, eine der zentralen Transportrouten für Rohöl, zu schließen, wenn die USA einen Öl – Importboykott gegen den Iran durchsetzen. In dieser Woche fanden auch die abschließenden Gespräche mit Europa statt, den Atomdeal von 2015 noch zu retten.

Solche Aussagen passen nicht wirklich in sein Bild des moderaten Anführers, nicht wahr?

Rouhani‘s „klarer Standpunkt“ wurde von den iranischen Revolutionsgarden bejubelt. Vor allem Kommandeur Mohammad Ali Jafari betonte dabei, dass seine Einheiten bereit sind, die Drohung von Rouhani umzusetzen.

Er sagte:“ Wir hoffen, dass dieser Plan von unserem Präsidenten umgesetzt wird, wenn es nötig ist….Das wird dem Feind zeigen, dasss entweder alle oder niemand die Straße von Hormus nutzen können.“

Doch der Iran weis, dass eine solche Aktion zu einem globalen Showdown führen würde, welchen das Regime verliert. Die iranische Militärmacht ist nichts gegen die militärische Stärke der USA und sie würde alles unternehmen, um die Straße offen zu halten.

Der Vertreter des Zentralkommandos des US Militärs sagte dazu:“ Die USA und ihre Partner sorgen für Stabilität und Sicherheit in der Region. Wir werden gemeinsam im Rahmen der internationalen Gesetze sicher stellen, dass es Bewegungsfreiheit und freien Handel gibt.“

Andere Länder wie China – Mitunterzeichner des Atomdeals – haben ebenfalls den Iran für seine Drohungen kritisiert, weil dies Importeure und Exporteure aus der ganzen Welt trifft.

Neben dieser Drohung geht es auch um eine zentrale Aussage zum freien Handel und es geht auch darum, mit dem Ende der Inspektionen der UN im atomaren Bereich und der Fortsetzung der Urananreicherung zu drohen. All das ist Taktik vor den Gesprächen mit Europa mit dem Ziel, den Atomdeal am Leben zu halten, doch Frankreich – ebenfalls Unterzeichner – hat dies scharf verurteilt.

Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian sagte dazu:“ Sie müssen damit aufhören, ständig damit zu drohen, ihre Verpflichtungen aus dem Atomdeal zu brechen.“

Die Verbreitung von Drohungen ist Teil der Strategie des Iran im Umgang mit der internationalen Gemeinschaft. Fruchten diese nicht, dann verbreitet er wilde Verschwörungstheorien, die so viel Sinn machen wie die Theorie, dass die Welt aus verkappten Eidechsen besteht.

So hat zum Beispiel Außenminister Mohammad Javad Zarif den versuchten Bombenanschlag auf das Treffen des Nationalen Widerstandsrates Iran als „False Flag Aktion“ beschrieben. In Wahrheit wurde ein iranischer Diplomat aus Wien von den europäischen Behörden verhaftet. Ein hochrangiger US Vertreter aus dem Außenministerium nannte die Behauptungen des Regimes in einer Sonderpressekonferenz am 10. Juli 2018 „grotesk“.

In eine ähnliche Kerbe der völlig unlogischen Denkweise schlug der Leiter der Organisation für iranische Zivilverteidigung, Reza Jalali. Er machte Israel für den Wassermangel im Iran verantwortlich, welches dem Iran Wolken und Schnee gestohlen haben soll.

Der wirtschaftliche, soziale und diplomatische Druck auf den Iran steigt und so können wir auch in Zukunft weitere Verschwörungstheorien und Drohungen der Mullahs erwarten. Sie alle zeigen jedoch nur, dass das Mullahregime nicht in der Lage ist, sich den Problemen zu stellen und sie zu lösen.