Tuesday, November 29, 2022
StartNachrichtenIran: Rentner protestieren in verschiedenen Städten

Iran: Rentner protestieren in verschiedenen Städten

Dienstag, den 18. April 2017 um 17:03 Uhr
NWRI – Am Montag, dem 17. April, haben Hunderte von Lehrern im Ruhestand vor der Planungs- und Budget-Behörde am Baharestan Platz in Teheran eine Kundgebung abgehalten und gefordert, dass man sich um die Angelegenheit ihrer Rentenbezüge kümmert. Die Behörden des Regimes haben trotz falscher Versprechen im vergangenen Jahr, den Status der Lehrer zu verbessern, nahezu nichts unternommen.
Die Protestierenden, die fordern, dass  nicht eingelöste Ansprüche ausbezahlt werden, skandierten: „Armutsgrenze bei 4 Millionen, unser Gehalt eine Million“, „Jedes Versprechen, das uns gegeben wurde, war in die Luft gesprochen“, „Lebensunterhalt und Würde sind unsere unverbrüchlichen Rechte“, „eine Unterschlagung weniger und unsere Anliegen wären erfüllt“

Am gleichen Tag haben sich 300 Angestellte des Telekommunikationsunternehmens von Shiraz (ITI) im Ruhestand versammelt, um gegen das Ausbleiben der Zahlung ihrer Gehälter und Vergünstigungen vor dem Gouverneurssitz der Provinz Fars zu protestieren. Obwohl dies die dritte Versammlung von Arbeitern in den letzten drei Tagen war, blieben ihre Forderungen unbeantwortet. Dies hat die 1200 ehemaligen Beschäftigten und ihre Angehörigen in eine ernst zu nehmende Notlage gebracht.
Rentner der Fabrik Colored Yam in Semnan haben am Montag vor dem Gebäude des Gouverneurs der Provinz eine Kundgebung abgehalten.
Erwähnenswert ist, dass im vergangenen Monat am Sonntagmorgen des 12. März Tausende von Rentnern in Teheran und in anderen Städten wie  Maschad, Sari, Täbriz, Urumiyeh, Rasht, Yazd, Khorram Abad, Ghom und Ferdows gegen ihre Lebensbedingungen protestiert haben. Die Proteste wurden in Teheran vor dem Amtssitz von Rohani, dem Präsidenten des Regimes, in der Pasteurstraße und in anderen Städten vor den Gebäuden der Rentenanstalt artikuliert. Die Demonstranten verlangten die Angleichung ihrer Renten an die anderer Arbeiter, Rentenreformen und eine Verbesserung der Mittel für ihren Lebensunterhalt.
Die Proteste fanden statt, während Unterdrückungskräfte die Demonstranten ständig bedrohten und sie daran hinderten, zu filmen und Fotos zu machen. Auch wurden mehrere Angehörige der Pädagogen, die an dem Protest vom 28. Februar vor dem Parlamentsgebäude teilgenommen hatten,  von Agenten des Geheimdienstes bedroht.
Die Demonstranten skandierten: „Studenten, Arbeiter, Lehrer, Krankenschwestern, eine Einheit, eine Einheit“, „Jedes Versprechen, das ihr uns gegeben habt, war leer, alles, was ihr gesagt habt, war Betrug“, „Wir warten auf ein Ergebnis, wir gehen nirgendwohin und bleiben hier“, „Eine Veruntreuung weniger und unser Problem ist gelöst“, „Wenn unser Problem nicht gelöst wird, so wird die Bewegung weitergehen“, „Jetzt kommt das Neue Jahr und wir trauern“. Sie trugen Transparente, auf denen zu lesen war: „Es geht uns schlecht wegen Armut und Diskriminierung“, „Wir hassen Unterdrückung“, „Es reicht mit der Armut und der Diskriminierung“, „Eine wirksame Versicherung ist unser unverbrüchliches Recht“, „Macht schneller mit der Zahlung der Zulagen für Rentner für 2016“, „Wenn ihr gleichgültig zur Ungerechtigkeit seid, müsst ihr wissen, dass ihr euch auf die Seite der Unterdrücker gestellt habt“, „Gebt uns, was uns zusteht, reicht uns nicht weiter von einem zum anderen“
In ihrer Resolution verlangten die Demonstranten die Angleichung der Bezüge der Rentner und eine schnelle Zahlung der Zulagen, die den Rentnern für 2016 zustehen und erklärten: „Es gibt viele Mit-Rentner, die all ihre Jahre im Ruhestand in Not verbracht haben und in der Erwartung einer helleren Zukunft gestorben sind. Wir bestehen auf den uns durch das Gesetz zugesicherten Rechten und werden nicht ruhen, bis wir sie bekommen“. Dann stimmten sie die Nationalhymne „Iran“ an.