StartNachrichtenMenschenrechteIran: Rentner veranstalten landesweit Versammlungen und Demonstrationen in 20 Städten

Iran: Rentner veranstalten landesweit Versammlungen und Demonstrationen in 20 Städten

„Wir werden keine Ruhe geben, bis wir bekommen, was uns zusteht.“
„Einigkeit – die einzige Möglichkeit, daß wir bekommen, was uns zusteht.“ – „Noch nie hat das Volk so viel Ungerechtigkeit erlebt.“

Am Montag des Sonntags, des 21. Februar 2021, versammelten sich Rentner und Leute im Ruhestand, die von der Sozialhilfe leben, erneut in einer Serie, die schon drei Wochen anhält, in Teheran und 19 weiteren Städten, um gegen ihre mageren Renten zu protestieren – und dies angesichts der übermäßigen Inflation und der zunehmenden Preise, die ihnen das Leben unmäßig erschweren. Außer in Teheran fanden diese Demonstrationen in Tabriz, Arak, Isfahan, Rasht, Mashhad, Kermanshah, Ahvaz, Yazd, Khorramabad, Ilam, Qazvin, Karaj, Bojnurd, Neyshabur, Shushtar, Dezful, Shush, Sari und Ardabil statt.

Die Demonstranten skandierten: „Wir werden keine Ruhe geben, bis wir bekommen, was uns zusteht.“ „Einigkeit – die einzige Möglichkeit, daß wir bekommen, was uns zusteht.“ „Schluß mit den hohlen Versprechungen, Schluß mit der Repression und Ungerech-tigkeit, unsere Tische sind leer.“ „Der Rentenfonds wird ausgeplündert.“ „Man bezahlt uns in Rial (d. i. die persische Währung – 1 Rial beträgt 0,000024 US-Dollar), während unsere Ausgaben Dollarhöhen erreichen.“ „Das Volk hat noch nie so viel Ungerechtigkeit erlebt.“ „So viel Ungerechtigkeit – wir sind empört!“ „Schande über die Sozialhilfe!“ „Weder das Parlament noch die Regierung kümmert sich um das Volk!“ „Die Justiz hat den ‚Pensionsfonds‘ vernichtet!“ „Der Pensionsfonds wird ausge-plündert!“ Außerdem trugen die Rentner Plakate, auf denen zu lesen war: „Die Zunahme der Einkünfte und Leistungen auf der Grundlage der Lebenshaltungskosten – das unveräußerliche Recht der Rentner!“ „Die Armutsgrenze liegt bei 12 Millionen Rial, doch unser Einkommen beträgt 2 Millionen!“

In Teheran marschierten die Demonstranten zu der „Organisation für Planung und Budget“; sie skandierten Slogans und äußerten ihre Verärgerung über das Ausbleiben des Eingehens auf ihre legitimen Forderungen. Einer der Rentner sagte in seiner Rede: „Diese Versammlung war eine Warnung. Wir wollten sie (die Funktionäre des Regimes) wissen lassen, daß wir nicht immer nur hier stehen und unsere Sprechchöre skandieren werden. … Das nächste Mal wird es anders sein! Wir sind die, die dreißig Jahre lang in den Fabriken und Unternehmen gearbeitet haben. Ich bin nicht gewillt, da zu stehen und mit anzusehen, wie sie uns unserer Rechte berauben. Wir werden nicht aufgeben, bis wir bekommen, was uns zusteht.“

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Wider-standsrates des Iran (NWRI), grüßte die entrechteten Rentner, die sich erhoben haben, um ihre Rechte einzufordern. Sie sagte, solange dies korrupte, ausplündernde Regime an der Macht sei, würden Armut, Diskriminierung, Inflation, hohe Preise und Arbeits-losigkeit andauern und sich noch verstärken.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)

den 21. Februar 2021