Sunday, February 5, 2023
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Iran: Rouhani teilt gegen seine Kandidaten Hiebe aus und ignoriert dabei die bestürzende Bilanz seiner Amtszeit

NWRI – Im Rahmen der Fraktionskämpfe des iranischen Regimes nahm Präsident Hassan Rouhani in Hamedan (im Westen des Iran) Mitglieder der Fraktion des Höchsten Führers Ali Khamenei, dessen Präsidentschaftskandidaten, aufs Korn.

„Ihr, die ihr in den vergangenen 38 Jahren nichts anderes im Kopf hattet als Hinrichtungen und Gefängnisse – das Volk will euch nicht,“ sagte er mit bezug auf Ebrahim Raisi, den Leiter von „Astan Quds Razavi“, einer angeblich karitativen Stiftung, von dem angenommen wird, er werde von Khamenei als Kandidat bevorzugt.

Rouhani äußerte sich auf diese Weise, obwohl er während der vier Jahre seiner Amtszeit mehr als 3 000 Hinrichtungen mitzuverantworten hatte; er selbst war eines der Hauptelemente von Folter und Mord am iranischen Volk – gemeinsam mit Elementen wie Mohammad Bagher Ghalibaf, dem Bürger von Teheran und einem Präsidentschaftskandidaten, und Raisi.

„Ihr kennt sie nicht,“ so fuhr er fort, „ich kenne sie. Eines Tages beschlossen sie während einer Sitzung, Mauern auf den Fußwegen zu bauen; die eine Seite sollte den Männern, die andere den Frauen bestimmt sein. Sie haben auch Regeln für ihre Büros erfunden, wonach Männer nicht an der Seite von Frauen arbeiten dürfen.“

Davor hatte Rouhani aber mit eigenen Worten zugegeben, er sei stolz darauf, eine der ersten Personen zu sein, die die Regeln des Hijab in der Armee eingeführt hätten; er selber habe diese Protokolle geleitet. Auch bereitete er mit seinen Forderungen den öffentlichen Hinrichtungen den Weg.

Rouhani war derjenige, der am 15. Juli 1980 der staatlichen Tageszeitung „Etelaat“ zufolge die öffentliche Hinrichtung von politischen Gefangenen in der Teheraner Universität forderte.