Die Insassen protestieren gegen die Ausstrahlung von Parasiten und dagegen, dass medizinische Behandlung verhindert wird
Am Morgen von Samstag, dem 25. Januar überfielen dutzende Soldaten der Spezialtruppen Raum 12 in Abteilung 4 des Gohardasht-Gefängnisses in Karaj und drangsalierten die Häftlinge.
Die politischen Gefangenen skandierten daraufhin: „Tod für Khamenei“, „Tod dem Diktator“ und „Tod dem Tyrannen“. Die repressiven Wächter fürchteten, der Protest werde sich im gesamten Gefängnis verbreiten und verließen daher eilig Raum 12. An diesem bösartigen Überfall nahmen Verbrecher wie Bahraini, Chef des Geheimdienstes im Gefängnis, Amirian, der stellvertretende Direktor des Gefängnisses, und Aghai teil. Sie leiteten die gegen die Häftlinge gerichtete Attacke.
Sie reagierte auf den Protest der politischen Gefangenen gegen die Ausstrahlung von Parasiten in Raum 12 in Abteilung, die Verhinderung medizinischer Behandlung der Insassen und die Schließung der von Häftlingen eingerichteten Bibliothek.
Die meisten der politischen Gefangenen im Gohardasht-Gefängnis haben die Agenten des Geheimdienstministeriums gewarnt: Wenn ihren Forderungen nicht entsprochen werde, wenn die Folter und der Druck nicht aufgehoben würden, so würden sie weitere Protestmaßnahmen folgen lassen, darunter die Verweigerung von Nahrungsaufnahme. Am Samstag, den 2. November 2013 waren die politischen Gefangenen in Raum 12, der Abteilung schon einmal aus Protest gegen die Ausstrahlung von Parasiten in Hungerstreik getreten.
Die Schergen der Mullahs im Gohardasht-Gefängnis bestrahlen die Abteilung der politischen Gefangenen schon lange mit Parasiten. Seit Mitte Oktober des vorigen Jahres sind dazu neue Anlagen installiert worden. Diese unmenschliche Aktion, bei der Telefonverbindungen gekappt und Anrufe aus dem Gefängnis abgebrochen werden, damit ja keine Nachrichten von den Häftlingen in die Außenwelt dringen, stellt für die Insassen eine Bedrohung ihres Lebens dar. Diese unmenschliche Aktion, die Krebs hervorrufen kann, sowie andere repressive Maßnahmen und Beschränkungen, hat das Gefängnis in einen Ort verwandelt, an dem die Häftlinge einen allmählichen Tod erleiden.
In den vergangenen Tagen hat sich die Gesundheit des politischen Gefangenen Mohammad Banazadeh Amirkhizi, 67 Jahre alt, infolge der Ausstrahlung von Parasiten aufs äußerste verschlechtert. Er gehört zu den Freunden der PMOI; er verlor bei seinem Transport in die Gefängnisklinik das Gleichgewicht, fiel zu Boden und brach dabei einen Arm und eine Schulter, und sein Gesicht wurde verwundet. Die Schergen enthielten diesem älteren Häftling trotz dringenden Bedarfs die Behandlung vor und verweigern ihm nach wie vor jegliche medizinische Behandlung.
Am 10. Januar wurde ein 70jähriger Kurde aus dem Irak namens Marouf Aziz infolge der Parasiten-Ausstrahlung in das Krankenhaus gebracht.
Die Ausstrahlung von Parasiten ist nur eine Form der Folter und des Drucks, dem die Häftlinge in diesem Todeslager beständig ausgesetzt werden. Es ist eine katastrophale Situation; sie wurde während der Amtszeit Rouhanis nicht nur nicht gemildert, sondern eher noch verschlimmert. Infolge der Folter und der furchtbaren Haftbedingungen leiden die Häftlinge an verschiedenen Krankheiten.
Der iranische Widerstand fordert alle internationalen Organisationen, insbesondere den Menschenrechtsrat, den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für die Menschenrechte, die Berichterstatter zu willkürlicher Haft und Folter sowie den Besonderen Berichterstatter für die Menschenrechte im Iran zu dringen Maßnahmen auf, die zu der Freilassung der politischen Gefangenen und zum Ende des unmenschlichen Drucks und der Folter an den Häftlingen führen können.
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
27. Januar 2014
