Tuesday, November 29, 2022
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Iran: Streik der Goldhändler dauert an

NWRI – Iranische Goldhändler in der nordwestlichen Stadt Tabriz setzten am Sonntag, dem 25. Mai ihren Streik aus Protest gegen die Steuererhöhung fort. Es war der neunte Tag des Streiks.

 

In der Stadt Isfahan bleiben Goldhändler der Basare „Honar“ und „Majlesi“, zweier der größten Goldmärkte der Stadt, bei ihrem Streik. 

Gold- und Juwelenhändler in den Städten Isfahan, Najaf Abad, Urumieh und Tabriz traten am 17. Mai in den Streik. Sie protestieren gegen die Steuererhöhung und die Art und Weise, wie die Regimeagenten die Mehrwertsteuer berechnen. 

Die Streikenden glauben, die Maßnahme werde nicht nur die Goldverkäufe verringern, sondern auch dazu führen, dass Gold seine Bedeutung als Kapitalanlage verliert. 

Inzwischen haben die steigende Arbeitslosigkeit, Armut, Teuerung und die Wirtschaftspolitik des Regimes in Sädten überall im Land zu Demonstrationen geführt. 

Etliche Metallhändler auf dem Schah-Abad-Basar in Teheran traten am Sonntag, dem 25. Mai aus Protest gegen die Steuererhöhung in den Streik. Sie lehnten es ab, ihre Läden zu öffnen. 

Schokoladenhändler auf dem Teheraner Basar protestierten gegen die Unterdrückungsmaßnahmen der staatlichen Sicherheitskräfte, die Methoden der Steuereintreibung und dagegen, dass die Polizei ihre Waren am Samstag beschlagnahmt hatte. Zur Antwort schlossen sie ihre Läden und traten in den Streik; dann hielten sie im Basar eine Protestversammlung ab. 

Am 21. Mai traten Ladeninhaber im Teheraner Einkaufszentrum Aladdin in den Streik. Damit protestierten sie dagegen, dass ihnen die Miete ihrer Läden erhöht wurde. 

Wie einer der Protestierenden sagte, stiegen ihre Mieten in einem Monat um 50 Millionen Rial (ca. 2000 Dollar) und zurzeit ist die Miete für einen Laden im Erdgeschoss des Zentrums auf 350 Millionen Rial (ungefähr 14.315 Dollar) gestiegen. Zu gleicher Zeit erleidet der Basar eine bedeutende Rezession. 

In der Stadt Jiroft versammelten sich am Sonntag Arbeiter der Steinbearbeitungsfabriken zum zweiten Mal vor dem Amt des Gouverneurs des Regimes. Sie protestierten gegen die niedrigen Löhne und Renten und dagegen, dass sie sich nicht versichern können. 

Hunderte Bewohner von Isfahan versammelten sich im ausgetrockneten Bett des Flusses Zayande zu einer Protestkundgebung. Die Bereitschaftspolizei des Regimes griff sie mit Knüppeln und Pfeffergas an. Bei diesem bösartigen Angriff wurden zahlreiche Demonstranten schwer geprügelt und verletzt. Viele von ihnen, auch Verletzte, wurden festgenommen. 

In der Stadt Soveh südwestlich von Teheran traten Metallarbeiter in den Streik, nachdem ihnen fünf Monate lang keine Löhne gezahlt worden waren. Die streikenden Arbeiter sagten: „Die Neujahrsgratifikationen sind (nach mehr als zwei Monaten) immer noch nicht ausgezahlt worden.“ Etwa 200 Arbeiter der Metallfabrik Soveh hielten eine Protestversammlung ab; dabei vertraten sie die mehr als 1200 anderen Arbeiter dieser Fabrik. Sie sagten auch, die Löhne der Arbeiter seien um 50 % gesenkt worden und die Behörden des Regimes zahlten denen, die sonntags arbeiten, überhaupt keine Löhne. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran 

26. Mai 2014