Wednesday, November 30, 2022
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Iran: Tausende protestieren vor Regimeparlament

NWRI – Am 11. Januar trafen sich mehr als 2500 Pensionäre der Stahlindustrie vor dem Regimeparlament. Sie kamen aus dem ganzen Land, um an einer Demonstration teil zu nehmen. Auf einem riesigen Banner vor dem Parlament stand „Wir wollen nur unser Recht“ und „Wir Pensionäre der Stahlindustrie wollen staatliche Pension bekommen“. Die Demonstranten lehnen den Pensionsplan der Stahlindustrie ab und wollen einen staatlich kontrollierten Pensionsplan, die Auszahlung offenstehender Pensionsansprüche sowie die Auszahlung ausstehender Löhne und Gesundheitsleistungen für Pensionäre

 

Zudem demonstrierten 300 Mitarbeiter des Versicherungsfonds für Landwirtschaft vor dem Parlament und forderten, dass sie bessere Arbeitsverträge erhalten.

In Boroujerd demonstrierten am 11. Januar Arbeiter der Saman Fliesenproduktion vor der Abteilung für Soziale Sicherheit. Die Demonstrationen gehen bereits fünf Monate lang. Die Arbeiter fordern die Zahlung ausstehender Löhne. Es gab bereits 20 Demonstrationen und bisher gab es keinerlei Antwort vom Regime.

Iran: Protests Against Noise Diffusion by the Clerical Regime
Iran: Proteste gegen Lärmbelästigung durch das klerikale Regime

NWRI – Am 9. Januar versammelte sich eine große Menge von Bürgern aus Shiraz vor dem Büro des Gouverneurs in Fars, um gegen den Lärm im Großraum Schiraz zu protestieren, der viele Bewohner unheilbar krank macht. Einer der Demonstranten, der an der Kundgebung teil nahm und in Krankenhauskleidung demonstrierte, trug ein Banner mit der Aufschrift:“ Wir bekommen vom Lärm Knochenkrebs und haben kein Geld für eine Behandlung“.

Laut eines Berichtes der Abteilung für Physik in der Universität von Shiraz ist die Lärmbelästigung in Shiraz fünf Mal höher als in Teheran. Die Bürger haben in den nächsten drei Jahren einen Anstieg der Krebsraten zu erwarten. Aufgrund der Proteste gab Ali Akbari, der Vertreter des Regimes aus Shiraz, im Mullahparlament zu:“ Niemand ist für das Problem in Schiraz zuständig. Weder der Innenminister, noch der Kommunikationsminister oder der Gesundheitsminister geben klare Antworten darauf, ob der Anstieg von Kopfschmerzen und anderen Problemen etwas mit dem Ausbau der Handynetze, dem TV und der Umweltproblem zu tun hat….Die Epidemie von Kopfschmerzen in Westen der Stadt hat die Menschen verunsichert und eine Fortsetzung wird Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben.“ (Staatliche Website Tabnak)