Saturday, December 10, 2022
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Iran: Über 1200 Bürger von Teheran in den letzten 8 Monaten für die Nutzung des Cyberapce verhaftet

NWRI – Der Polizeichef von Teheran gab bekannt, dass die Cyberpolizei der Stadt in den ersten 8 Monaten des Jahres wegen Delikten im Cyberspace und in sozialen Medien mehr als 1200 Menschen verhaftet hat.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur ISNA beschrieb Hossein Sajedi-Nia, der Leiter der Teheraner Polizei, die unterdrückenden Maßnahmen und sagte:“ Der Umgang mit Verstößen und Verbrechen im Cyberspace ist eine der Prioritäten der Polizei in Teheran. In dieser Hinsicht haben die Beamten der Fata (Cyberpolizei) den Cyberspace beobachtet und überwacht und sie haben Aktivitäten in sozialen Medien kontrolliert und sie sind gegen Verstöße und Verbrechen vorgegangen und haben die Täter benannt.“

Weiter sagte er:“ In den ersten 8 Monaten des Jahres wurden 986 Männer und 298 Frauen wegen Verstößen im Cyberspace identifiziert und von der Teheraner Fata verhaftet.“

Der Polizeichef drückte auch die Angst des iranischen Regimes vor dem Cyberspace und den sozialen Netzwerken aus und drohte:“ Der Cyberspace ist eine sehr verzweigte und komplexe Welt, die untrainierte User schnell in Probleme bringen kann. Wenn der User ein bestimmtes Ziel hat, dann kann er schnell in die Falle gehen und von opportunistischen Menschen angezeigt werden.“

Millionen junge Iraner nutzen das Internet und soziale Medien, um Informationen auszutauschen. Das Regime hat extrem große Angst vor diesem Medium und forderte die Öffentlichkeit mehrfach auf, vom Cyberspace Abstand zu nehmen. Zusätzlich verhängte es zahlreiche Zensuren und Filterungen und drohte Menschen mit Haft, wenn sie den Cyberspace benutzen. Doch mehr und mehr Menschen, vor allem Jugendliche, nutzen dennoch den Cyberspace.