Sunday, November 27, 2022
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Iran: Überall im Lande demonstrieren Schwesternschülerinnen

Am Montag, den 30. November bildeten an der medizinischen Universität von Isfahan Schwesternschülerinnen und ihre Professoren eine Menschenkette, um gegen eine soeben vom Gesundheitsministerium erlassene Richtlinie zu protestieren, wonach Frauen zu Krankenpflegerinnen ausgebildet werden sollen,

ohne an Studienkursen teilzunehmen. So berichtet die Website des Frauenausschusses des NCRI.

Sie verlangten von der Regierung, diese Entscheidung zurückzunehmen. 

An demselben Tage veranstalteten Schwesternschülerinnen an der Medizinischen Fachschule von Neishaboor (im nördlichen Zentraliran) eine Demonstration; sie unterzeichneten eine Resolution, mit der sie forderten, ein Plan, der für Schwestern in Krankenhäusern eine einjährige Ausbildung vorsehe, solle aufgehoben werden.

Ebenfalls am Montag, den 30. November schloß sich das Komitee der Krankenschwestern in Aligoodarz (im Südwesten des Iran) den Auszubildenden in anderen Städten an. Sie schrieben einen offenen Brief an die Behörden, in dem sie den Plan des Gesundheitsministeriums als „volksfeindlich“ und als schweren Schlag gegen die soziale Wohlfahrt des Landes bezeichneten. 

Auch Schwesternschülerinnen und Professoren der Medizinischen Fachschule von Birjand (im Nordosten des Iran) demonstrierten gegen den Plan, die Ausbildung der Schwestern in den Krankenhäusern stattfinden zu lassen – in einer Versammlung am Montag, den 30. November.

In Teheran veranstalteten Schwesternschülerinnen der Medizinischen Fachschule der Beheshti-Universität eine Versammlung zum Protest gegen den neuen Plan des Gesundheitsministeriums unter dem Motto: „Die berufliche Zukunft der Schwesternschülerinnen wird zerstört.“ 

Am 1. Dezember veranstalteten auch Schwesternschülerinnen der Medizinischen Universität von Karaj (Zentraliran) eine Demonstration und schrieben einen Protestbrief an das Gesundheitsministerium.