Tuesday, January 31, 2023
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Iran: Zehn Häftlinge an einem Tag erhängt

NWRI – Am Sonntag, den 11. Dezember, hat das iranische Regime im Westen von Teheran, im Gohardasht-Gefängnis, zehn Häftlinge gemeinsam erhängt. Sie alle waren gestern in Einzelhaft verlegt worden.

Bemerkenswerterweise hatte vor fast drei Wochen – am 23. November 2016 – das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran mitgeteilt, daß das iranische Regime an demselben Tage auf der Insel Qeshm (Provinz Hormozgan) vier junge Leute gemeinsam erhängt hatte. In derselben Erklärung wurde auch erwähnt, daß Hassan Norouzi, Abgeordneter im Parlament des Regimes, ein schockierendes Geständnis abgelegt hat: „Es befinden sich 5000 Menschen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf der Todesliste – die meisten von ihnen wegen erstmaligen Drogendelikts.“ (Die staatliche Nachrichtenagentur „Mehr“ am 23. November)

Youssefian, ebenfalls Abgeordneter im Parlament, hatte gesagt: „Wir haben so viele hingerichtet, wir richten täglich hin … Rajaeeshahr richtet 30, ein anderes Gefängnis 20, eines 10 Leute hin – und was folgte? Ich war im Jahre 1990 Ankläger der Provinz Mazandaran; da teilte das Amt für Bildung mit: Wenn Sie einen Menschen hinrichten, geben 20 bis 30 Schüler den Besuch der Schule auf… Eine Dame sagte vor Gericht…: Im Iran wird nicht eine Einzelperson hingerichtet, sondern eine ganze Familie.“ (Der staatliche Rundfunksender „Farhang“ am 23. November)

In der Erklärung des NWRI heißt es ferner: „Jedwede Beziehung zu diesem mittelalterlichen Regime, das sich nur durch Folter und Hinrichtung an der Macht hält, muß von dem Aufhören der Hinrichtungen abhängig gemacht werden. Wenn man die bestürzende Menschenrechtsbilanz des geistlichen Regimes unter welchem Vorwand auch immer ignoriert, ermutigt man die Verbrecher, die den Iran beherrschen.“