Saturday, November 26, 2022
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Iran:Die Revolutionsgarde (IRGC) trainiert die Bekämpfung von Unruhen

  • Beispielloser Attacke eines Parlamentsmitglieds auf den Vorsitzenden des Wächterrates des klerikalen Regimes
  • Der Geheimdienstminister droht, die Presse der rivalisierenden Fraktion zu unterdrücken

Am Samstag, den 18. Mai bezeichnete Ali Motahari, Mitglied des Parlaments, in einem beispiellosen Angriff auf den Mullah Ahmad Jannati, den Vorsitzenden des Wächterrates, dessen dieswöchiges Freitagsgebet in Teheran als „absurd“, „irrational“ und „demagogisch“.

Mit Bezug auf Rasanjani hatte Jannati gesagt, der Präsident sollte nicht in einem Mercedes fahren und kein (teures) Haus besitzen.

Auf der anderen Seite nannte Heydar Moslehi, der Geheimdienstminister des Regimes, während der Machtkampf innerhalb des Regimes sich von Tag zu Tag steigert, die „Medienverschwörung“ die größte Gefahr vor der Wahl. „Die Verschwörungen der Feinde zur Präsidentenwahl haben begonnen …, doch sie werden alle vereitelt werden. Jedermann ist bereit, mit diesen Bewegungen umzugehen,“ sagte er. (Nachrichtenagentur Fars am 15. Mai)

Inzwischen begann die Sicherheitsbrigade, die unter dem Namen „al-e-Mohammad“ bekannt und mit dem IRGC Groß-Teherans verbunden ist, aus Angst vor Aufruhr während der Wahl und um jeglichen Protest zu unterdrücken, am 14. Mai mit einem besonderen Training. Es wurden davon Bilder veröffentlicht, die Dutzende von Revolutionsgardisten auf Motorrädern bzw. zu Fuß mit verschiedenen Ausrüstungen zeigen.

Diese Brigade, die auf Khameneis Befehl gegründet wurde und aus 4 500 Revolutionsgardisten und Bassijis besteht, gehört zu dem „Mohammad Rasoul-allah-Corps“, das zur Sicherheit von Groß-Teheran gebildet wurde und bei der Unterdrückung des Aufstands von 2009 eine bedeutende Rolle spielte. Brigadegeneral Hassan Hassanzadeh, der Kommandeur dieser Brigade, sagte über ihre Pflichten: „Ein Teil unseres Auftrags besteht darin, jeglicher Bedrohung des Regimes in der Hauptstadt entgegenzutreten.“

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

19. Mai 2013