Sunday, December 4, 2022
StartNachrichtenWiderstandIranische Oppositionsführerin zu einem kontroversen Besuch im belgischen Senat

Iranische Oppositionsführerin zu einem kontroversen Besuch im belgischen Senat

Agenturen – Maryam Rajavi, die Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran weilte zu einem inoffiziellen Besuch im belgischen Senat. Aus Quellen einer Nachrichtenagentur wurde bekannt, dass Teheran darüber verärgert ist.
"Wir empfangen Sie nicht offiziell, trotzdem mit großem Interesse an dem, was Sie vorstellen", sagte die Senatspräsidentin Anne-Marie Lizin bei der Begrüßung von Rajavi, die in Frankreich lebt.
"Ich habe wirklich große Achtung vor dem Kampf, den Sie führen. Er ist sehr hart und wir hoffen, dass Sie bald eine wichtige Persönlichkeit ih Ihrem Land werden", fügte sie hinzu.

Rajavis Organisation ist die Schirmherrin einer Koalition, bei der die bewaffnete Oppositionsgruppe der Volksmojahedin Mitglied ist.

Die Volksmojahedin, die im Iran verboten sind, wird sowohl bei der Europäischen Union als auch bei den Vereinigten Staaten als terroristische Gruppe angesehen.

Rajavi jedoch, die bereits vom Europäischen Parlament empfangen wurde, "lebt legal in Frankreich" und fuhr nach Brüssel, um die Dachorganisation zu vertreten und nicht speziell die Volksmojahedin, betonte der belgische Außenminister am Donnerstag.

Am Sonntag wurde der belgische Botschafter im Iran als Zeichen des Protestes gegen den Besuch zum iranischen Außenministerium vorgeladen, sagte der diplomatische Sprecher Belgiens Karel De Gucht.
"Wir erklärten, dass es in Belgien eine Gewaltenteilung gibt und dass die Senatoren Besuche empfangen können", erklärte er.

Das Treffen zwischen Lizin und Rajavi am Donnerstag dauerte einige Minuten und fand in einem der Räume des Senats statt. Dabei anwesend war eine kleine Gruppe von eingeladenen Senatoren.

Nachdem Rajavi die Kammer in Begleitung einer 20köpfigen Delegation verlassen hatte, fanden informelle Diskussionen mit den Senatoren statt, an denen Lizin nicht teilnahm.

"Wir sind sehr glücklich, dass wir Sie empfangen können, weil Sie eine sehr mutige Frau sind. Es ist nicht alltäglich, dass eine muslimische Frau den Kampf so führen kann, wie Sie es tun", sagte der liberale Senator Patrik Vankrunkelsven.

Pierre Galand, sozialistischer Senator, brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das Treffen "Gespräche über die Entwicklung der Demokratie im Iran und die Stärkung des Friedensdialogs erlauben" werde.
Rajavi äußerte ihre Hoffnung, dass ihr Empfang im belgischen Oberhaus "den anderen Nationen als Beispiel dienen werde".